Wirkung:
verdauungsfördernd, stärkend, herzschützend, harntreibend, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
Gut für die Verdauungsorgane, für das Herz, für Diabetiker, für die Niere.
Verstopfungen, Krämpfe, Entzündungen, Blähungen, Koliken, Durchfall, Menstruationsstörungen, Zahnfleischprobleme, Mundgeschwüre
Verwendete Pflanzenteile:
Die sich an den Wurzeln ausbildenden kleinen, runden Sprossknollen, sie sehen wie kleine Tönnchen aus.
Sammelzeit:
nach Absterben der oberirdischen Halme, ab Ende September
Zu finden:
Wildsammlungen sind nur in südlichen Ländern möglich. Sie ist in den Tropen und Subtropen bis nach Nordamerika beheimatet.
Inhaltsstoffe:
essenzielle Fettsäuren (Linolsäure), Stärke, Eiweiß, Vitamin E, Vitamin H, Magnesium, Enzyme für das Verdauungssystem, Phytosterine
Sonstiges:
Die Erdmandel ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu 60 oder selten bis zu 100 Zentimeter hoch wird. Sie hat lange, unterirdische Ausläufer mit knolligen Verdickungen von bis zu 15 Millimetern Durchmesser. Die aufrechten Stängel sind dreikantig und besitzen einen weißen Streifen. Die hellgrünen, V-förmigen Laubblätter sind 5 bis 10 Millimeter breit. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Der Blütenstand hat viele lange, blattähnliche Hochblätter und bis zu 10 Zentimeter lange Ähren, die gelblich-braune Spelzen mit deutlichen Nerven haben. Die Blüten sind weiß.
Erdmandeln sind in vielen Regionen als aggressive Neophyten bekannt, die einheimische Pflanzenarten verdrängen. Die problematischen Vorkommen entstanden wahrscheinlich unbeabsichtigt zusammen mit Gladiolenzwiebeln. Daher gehören sie zu den verschleppten Pflanzen.
Frische Erdmandel kann man roh oder geröstet mit etwas Salz oder gerieben in salzigen und süßen Speisen essen. Getrocknete Erdmandel weicht man erst einige Stunden in Wasser ein, so dass sie wieder weich werden und sie dann essen kann.

Geriebene Erdmandel ist ein Nussersatz in Gebäcken. Wer keine ganzen Erdmandel zur Verfügung hat, hilft sich mit Erdmandelöl oder Erdmandelmehl aus.
Diabetiker profitieren, da der Hunger auf weniger verträgliche Lebensmittel sich deutlich reduziert. Sanfte Nierenunterstützung ist eine weitere positive Eigenschaft.
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