Wirkung:
immunstärkend, antibiotisch, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
Magen-Darm-Bereich, senken den Cholesterinspiegel, verringern Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Sammelzeit:
Frühsommer
Zu finden:
Gartenpflanze
Inhaltsstoffe:
Saponine, Eisen, Kuper, Eiweiß, Purine, Molybdän
Sonstiges:
Die Erbse ist eine einjährige, krautige Pflanze mit einem stark verzweigten Wurzelsystem, das bis zu 1 Meter tief reichen kann. Die Stängel sind 0,5 bis 2 Meter lang, hohl und bläulichgrün. Die Laubblätter haben ein bis drei Fiederpaare und sind 2 bis 7 Zentimeter lang sowie 1,5 bis 4 Zentimeter breit. Die Nebenblätter sind relativ groß, halbherzförmig und haben oft einen violetten Punkt. Ein bis drei Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand, und die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütenkrone ist 15 bis 36 Millimeter lang und hat den typischen Aufbau von Schmetterlingsblüten. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, wobei eine Blüte etwa drei Tage und ein Exemplar zehn bis 21 Tage blüht. Die Hülsenfrüchte sind 3 bis 12 Zentimeter lang und enthalten vier bis zehn Samen, die Erbsen genannt werden und einen Durchmesser von 3 bis 9 Millimetern haben.
🛑 Wer häufig an Gicht leidet, sollte die Erbse nicht so häufig auf seinem Speiseplan haben.
Die Erbse ist die eiweißreichste Hülsenfrucht und eignet sich gut als Fleischersatz. Außerdem ist sie ein guter Eisen- und Kupferlieferant.
Konservenerbsen: enthalten weniger Biostoffe als getrocknete oder tiefgefrorene Früchte. Vor allem ihre Anteile an Kalium, Zink, Kupfer und B-Vitaminen sind stark reduziert. Dafür ist ihr Gehalt an Kochsalz erhöht. Dennoch können sie eine ebenso schmackhafte wie gesunde Beimischung zu Salaten sein, vor allem in Kombination mit Linsen, Mais und eingemachtem Sellerie.
Tiefkühlerbsen: enthalten fast so viele Biostoffe wie die Frischware. Sie sollten nur kurz auf kleiner Flamme gedünstet und keinesfalls über längere Zeit gekocht werden.
Trockenerbsen: enthalten nur noch circa 12 Prozent von 75 Prozent Wassergehalt. Sie sind dadurch bis zu einem Jahr haltbar, doch ist auch ihr Gehalt an B-Vitaminen deutlich verringert, weil sie im Handel meistens viel Licht abbekommen haben. Getrocknete Erbsen werden vor dem Kochen zehn bis zwölf Stunden lang eingeweicht. Man sollte das Einweichwasser auch zum kochen nutzen, weil darin zahlreiche Biostoffe gelöst sind.
Erbsen galten als Totenspeise. Wer in der Karwoche Erbsen aß, sollte bald eine Leiche im Haus haben, was die Menschen dazu brachte, in dieser Zeit besondere Vorsicht walten zu lassen und Ehrfurcht vor den Traditionen zu entwickeln. Auch das Verspeisen von Erbsen während der zwölf Rauhnächte sollte zu verschiedenen Unglücksfällen führen, wie beispielsweise Pech und Missgeschicke im kommenden Jahr. Diese Überlieferungen prägten die Einstellung der Menschen gegenüber Erbsen und führten dazu, dass sie oft als unheilvoll betrachtet wurden, was letztlich die Traditionen und Rituale in den Familien beeinflusste und auch Einfluss auf die kulinarischen Entscheidungen in dieser besonderen Zeit hatte.
| Essentiellen Aminosäuren | (in Gramm pro 16 Gramm Stickstoff) |
| Cystein | 1,0 |
| Methionin | 0,9 |
| Lysin | 7,3 |
| Isoleucin | 4,2 |
| Leucin | 7,0 |
| Phenylalanin | 4,4 |
| Tyrosin | 3,1 |
| Threonin | 3,8 |
| Tryptophan | 1,5 |
| Valin | 4,7 |
| Durchschnittlicher Mineralstoffgehalt | in Prozent der Trockenmasse und in mg pro kg |
| Calcium | 0,06 % |
| Phosphor | 0,42 % |
| Natrium | 0,03 % |
| Kalium | 1,06 % |
| Magnesium | 0,13 % |
| Eisen | 56 mg |
| Zink | 39 mg |
| Mangan | 14 mg |
| Kupfer | 8 mg |
Die Unterarten der Erbse sind die Ackererbse (Pisum sativum L. convar. speciosum), Palerbsen (Pisum sativum L. convar. sativum), Markerbsen (Pisum sativum L. convar. medullare) und die Zuckererbsen (Pisum sativum L. convar. axiphium)
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