Wirkung:
desinfizierend, zusammenziehend, entzündungshemmend, fiebersenkend, antiseptisch
Anwendungsbereiche:
Fieber, entzündete Wunden, trockenen Ekzemen, Gicht, Rheuma, Steinleiden, Verstopfung, Zahnfleischprobleme, Geschwüre, Atemwegserkrankungen, Hautleiden
Verwendete Pflanzenteile:
Holz, Samen
Sammelzeit:
September, Oktober
Zu finden:
Fast überall möglich, denn die Buche ist weit verbreitet.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, fettes Öl, Palmitin, Stearin, Zucker, Blausäure-Glykoside, Kalzium, Fagin, Saponine, Oxalsäure, im Holz: Guajacol, Kreosot
Sonstiges:
☕ Tee: Für die äußere Anwendung: 1 Handvoll frische Blätter anquetschen, mit 1/4 Liter Wasser übergießen und aufkochen. Kurz ziehen lassen und als Umschlag für geschwollene Gelenke oder Lotion für entzündete, großporige Haut verwenden.
Die Rotbuche ist ein sommergrüner Baum, der bis zu 30 Meter hoch wird, in dichten Wäldern sogar bis zu 50 Metern. Der Stammdurchmesser kann bis über 2,5 Meter betragen. Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden, wobei im Nationalpark Kalkalpen 2019 eine 546 Jahre alte Buche entdeckt wurde. Die Krone einer Rotbuche kann bis zu 600 m² beschatten und blüht im Alter von etwa 30 bis 200 Jahren. Im ersten Lebensdrittel wächst sie schnell, während ihre Wüchsigkeit im Alter nachlässt. Freistehende Exemplare bilden große, ausladende Kronen. Die Rinde ist anfänglich dunkelgrün, wird später hellgrau und bleibt bis ins hohe Alter dünn und glatt. Die Blätter sind glänzend dunkelgrün und verfärben sich im Herbst. Die Rotbuche blüht mit männlichen und weiblichen Blumen am selben Baum und trägt Früchte, die Bucheckern genannt werden. Diese enthalten giftige Substanzen und fallen nur in unregelmäßigen Abständen reichlich an, um die Überlebensstrategie der Bäume zu unterstützen. Linden im Wald wachsen schlank, weil die unteren Äste Lichtmangel haben. Die Rotbuche hat ein spezifisches Wurzelsystem, das durch schlechte Bedingungen leicht gefährdet ist.

Die Rotbuche ist in ganz Deutschland und Europa weit verbreitet. Da die EU ihre Verantwortung zum Schutz der Buchenwälder erkannt hat, wurden in der europäischen FFH-Richtlinie mehrere Lebensraumtypen unter Schutz gestellt, welche den Buchenwald enthalten. Dazu zählen der Hainsimsen-Buchenwald (9110), der atlantische saure Buchenwald mit Unterholz aus Stechpalme und gelegentlich Eibe (9120), der Waldmeister-Buchenwald (9130), der mitteleuropäische subalpine Buchenwald mit Ahorn und Bergsauerampfer (Rumex arifolius, 9140) und der mitteleuropäische Orchideen-Kalk-Buchenwald (9150). (Wikipedia)
Eine große Rolle spielt die Buche in Überlieferungen wie zum Beispiel, unter ihr tanzten die Hexen, sie ist der Schutzbaum vieler heiliger Orte und Wallfahrtsstätten.
Aus den rötlichen Buchenholz entstanden die ersten Runen, durch die man das Schicksal erfragte und auf die man die heiligen Orakelzeichen einritzte.
Es gibt die Rotbuche (Fagus sylvatica) in zahlreichen Kulturformen, die in Parks und Gärten als Ziergehölze verwendet werden. Sie alle unterscheiden sich in der Laubfärbung und der Blattform oder im Wuchs. Einige davon sind: die Trauer- oder Hängebuche (Fagus sylvatica forma pendula), die Blutbuche (Fagus sylvatica forma purpurea), die Süntelbuche (Fagus sylvatica forma suentelensis), die Säulenbuche (Fagus sylvatica var. Dawyck) und die Schlitzblättrige Buche (Fagus sylvatica var. Asplenifolia).
Zum schnellen Räuchern von Fleisch und Fisch braucht man nach wie vor Buchenspäne oder Buchenmehl, um einen würzigen Geschmack zu erzielen. Buchenspäne geben dem Essig Farbe und ein ganz bestimmtes Aroma. Der Weinhauer läutert damit den Wein (Buchenfässer). Das Bucheckernöl ist nicht nur ein Tafelöl, es brennt auch in Lampen. Das getrocknete Laub dient als Füllmaterial in Kissen, der Duft soll schlaffördernd wirken.
Aus der Buchenrinde wird der Zuckerersatzstoff Xylit gewonnen.
Bucheckern, auch Buchnüssli genannt, hatten früher eine Rolle in der Ernährung, obwohl sie leicht giftig sind. Im 19. Jahrhundert und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Öl aus den Nüssen gepresst. Eine Handvoll Bucheckern kann Unwohlsein verursachen. Die essbaren Blätter der Buchen wirken entzündungshemmend und wurden bei Zahnfleischproblemen oder Geschwüren verwendet.
In der Küche können die jungen Blätter in Salaten, als Sauerkraut eingelegt oder in Suppen und Saucen verwendet werden. Die älteren Blätter wurden als Tabakersatz geraucht. Die Keimlinge können in Essig oder Öl eingelegt oder mit Butter, Salz und Pfeffer angebraten werden.
Die Rotbuche wurde in Deutschland 1990 und 2022 zum „Baum des Jahres“ erklärt, 2014 in Österreich.
Bachblüte „Beech“: unterstützt sie dabei, den Meinungen und Lebensstilen anderer Menschen tolerant und gelassen zu begegnen, ohne die eigene Meinung zu verleugnen.
Hildegard von Bingen: Wenn die Blätter zu sprießen anfangen, gehe zu diesem Baum, ergreife einen Ast mit deiner linken Hand und halte ein Messer in der rechten. Dann spreche: Darum schneide ich dir dein Grün ab, weil du alle Säfte des Menschen, die auf einem unrechten Weg in die Galle gelenkt werden, wieder gut machst durch das lebendige Wort, das den Menschen ohne Reue schuf!
Wenn du diese Worte gesprochen hast, schneide einen Zweig ab und bewahre ihn wohl in deinem Haus, bis ein Jahr vergangen ist. So mache es alle Jahre. Wenn jemand aus jungen Buchenblättern ein Mus macht, schadet es ihm nicht. Und wenn jemand Bucheckern isst, nimmt er davon keinen Schaden, aber er wird fett.
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