Schwach giftig
Wirkung:
fiebersenkend, haarwuchsfördernd
Anwendungsbereiche:
Von einer Selbstanwendung wird abgeraten!!!
rheumatischen Fieber, Krankheiten mit Fieberwechsel (Malaria, Lebererkrankungen), als Abführmittel, chronischem Rheumatismus, Krämpfe, Zahnschmerzen, Hautausschläge, Hautunreinheiten, Haarausfall, Gicht
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und einjährige Zweige
Sammelzeit:
April bis Juni
Zu finden:
Manchmal wild auf Ödland, in lichten Wäldern, gern auf Kreideböden und Berghängen, ansonsten in Gärten, Parks und Friedhöfen.
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, ätherisches Öl, Gerbstoffe, roter Farbstoff
Sonstiges:
☕ Tee: 1/2 Teelöffel Rinde in 1 Tasse siedendes Wasser streuen und kurz aufkochen. Etwas ziehen lassen. 1 Tasse pro Tag ist ausreichend. Die Pflanze sollte innerlich nur mit Vorsicht angewendet werden.
Der Buchsbaum wächst sehr langsam als immergrüner Strauch oder selten kleiner Baum und erreicht Höhen von bis zu 8 Metern; in subtropischen Gebieten auch über 15 Meter. Der Stammdurchmesser kann über 60 Zentimeter betragen. Er ist langlebig und kann bis zu 500 Jahre alt werden. Der Buchsbaum hat kurze, schräg nach oben stehende Zweige mit olivgrüner, anfangs behaarter Rinde, die später glatter wird. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind 1 bis 2,5 Zentimeter lang, eiförmig bis länglich und haben eine glänzend dunkelgrüne Oberseite und eine hellere, matte Unterseite. Der Blattrand ist nach unten umgebogen. Der Buchsbaum ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Von März bis Mai erscheinen unscheinbare, gelbliche, wohlriechende Blütenknäuel, die aus einer weiblichen und mehreren männlichen Blüten bestehen. Eine Blütenkrone fehlt, es gibt nur kleine Hüll- und Kelchblätter. Die weiblichen Blüten haben drei Griffel und die männlichen vier Staubblätter. Im September öffnen sich die etwa 8 Millimeter langen, dreiklappigen Kapselfrüchte und streuen zwei schwarze, glänzende Samen.
🛑 Vorsicht: Der Buchsbaum ist in allen Teilen giftig; er enthält rund 70 Alkaloide, darunter Cyclobuxin D. Blätter und Rinde weisen einen Gesamtalkaloidgehalt von 3 % auf. Sollte es durch den Genuss von Beeren oder Blättern zu einer Vergiftung kommen, machen sich die Symptome durch Übelkeit, Schwindel, Krämpfe und sogar Lähmung bemerkbar.
https://gizbonn.de/giftzentrale-bonn/pflanzen/buchsbaum-immergruener
Buchsbaum ist Bestandteil des Palmbuschens mit antidämonischen Eigenschaften.
Buchsbaum war in mittelalterlichen Klostergärten sehr beliebt, er begrenzte unaufdringlich hoch- und niedrigwachsende Pflanzen.
Als Räuchermittel sind verkohlte Teilchen oder Holzpulver und getrocknete Blättchen super. Es klärt die Atmosphäre, man kann freier durchatmen.

In China gilt der Buchsbaum als Symbol für langes Leben, und man findet ihn häufig in Gärten, wo er sorgsam gepflegt wird, um die Feng-Shui-Prinzipien zu unterstützen. Seine immergrüne Natur trägt zur Wahrnehmung bei, dass er nicht nur im Leben, sondern auch im Tode eine wichtige Rolle spielt. In Deutschland galt das immergrüne Gewächs auch als Zeichen des Weiterlebens nach dem Tod; seine Zweige wurden etwa bei der Totenaufbahrung auf den Boden gestreut, was die nachhaltige Verbindung zwischen Leben und Tod symbolisieren sollte.
Traditionell wurden Buchsbaumzweige auch verwendet, um Gräber zu schmücken und so den Verstorbenen Ehre und Respekt zu erweisen.
Hildegard von Bingen: Wer aus dem Holz einen Becher macht und Wein hineingießt, sodass er den Geschmack vom Holz annimmt, der nimmt das Fieber vom Magen und macht die Augen klar. Wer mit dem Holz oft die Augen berührt, dem werden Kopf und Augen gesünder. Wer aus dem Holz ein Stock macht und ihn oft in der Hand trägt und seinen Duft einatmet, dem werden Kopf und Augen noch gesünder.
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