Wirkung:
aphrodisierend, hautstärkend, luststeigernd, öffnend, reinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
hilft der Leber, stärkt die Verdauung
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Herbst
Zu finden:
Die Zuckerwurzel oder auch Merk ist eine Nutzpflanze aus Osteuropa und Asien. Die Wildform ist vom Kaukasus bis nach Siebieren zu finden.
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Stärke, Zucker, Gummi, Vitamine, Mineralstoffe
Sonstiges:
Sium sisarum ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein Bündel weißer, verdickter Wurzeln, die etwa 15 bis 30 Zentimeter lang sind. Die Wurzeln sind grau bis weiß, zylindrisch und leicht spitz zulaufend. Die Pflanze hat unpaarig gefiederte Laubblätter mit schmalen Fiederblättchen, die bis zu 7 Zentimeter lang sind. Sie blüht im Juli und August, wobei die Blüten in Dolden zusammenstehen und klein, duftend und fünfzählig sind. Die Früchte sind braun, ähnlich denen der Karotten, und einachig.
Zuckerwurzeln ähneln in der Kultur den Pastinaken und war früher eine verbreitete Nahrungspflanze die häufig angebaut wurde. Man kann mehrere Jahre von der selben Pflanze ernten, wenn man nach Abnahme der Seitenwurzeln den alten Wurzelstock wieder einpflanzt.
Die getrocknete und geröstete Wurzel ist ein Kaffeeersatz. Sie schmeckt mehlig und süß.
In erster Linie wird die Pflanze als Wurzelgemüse verwendet. Die Wurzel wird in Wasser gekocht oder gebraten, um den vollen Geschmack und die Nährstoffe zu entfalten. Dabei werden die Wurzeln häufig für verschiedene Rezepte genutzt, die von traditionellen Eintöpfen bis hin zu innovativen modernen Gerichten reichen. Die einjährigen Wurzeln schmecken am besten und sind besonders zart, was sie zur idealen Wahl für die Zubereitung von Beilagen macht. Nach dem Kochen kann der faserige Kern leicht entfernt werden, was die Wurzel noch vielseitiger einsetzbar macht. Nach Gerard kann sie auch in Butter oder Öl gebraten oder anderweitig zugerichtet werden, wodurch eine köstliche, goldbraune Kruste entsteht, die den Geschmack verstärkt. Die frische Wurzel eignet sich zudem zum Verzehr in rohem Zustand, was eine erfrischende und knackige Ergänzung zu Salaten bietet. Aus den Wurzeln kann auch Branntwein hergestellt werden, ein Vorgang, der durch das Fermentieren und Destillieren der Zuckergehalte in den Wurzeln erfolgt. Die im Frühjahr austreibenden Blätter sind sehr aromatisch und verleihen Gerichten eine besondere Note; sie können in Mischsalaten verwendet werden und bringen Farbe sowie einen einzigartigen Geschmack. Diese Blätter sind nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an Vitaminen, was sie zu einer gesunden Wahl für die kulinarische Verwendung macht. Damit hat die Pflanze nicht nur einen Platz in der traditionellen Küche, sondern auch in der modernen, gesundheitsbewussten Ernährung gefunden.

Hildegard von Bingen: Die Zuckerwurz (Gerla) nützt nicht und schadet nicht, wenn sie gegessen wird. Wer eine kranke Haut im Gesicht hat, der nehme Gerla und zerstoße sie im Mörser und gebe dann Öl dazu. Damit salbe er sein Gesicht, wenn er sich ins Bett legt, bis er gesund wird.
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