Wirkung:
blutstillend, desinfizierend, blutzuckersenkend, immunsteigernd, wundheilfördernd, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, immunmodulierend, antiseptisch
Anwendungsbereiche:
als Wundauflage, zum Blutstillen, senkt den Blutzucker, steigert das Immunsystem, in China verwendet man ihn zur Behandlung von Krebs der Speiseröhre und des Magens, Blasenleiden, Menstruationsbeschwerden, Magenverstimmungen, als Tamponaden Verwendung in der Zahnheilkunde, Hämorrhoiden
Verwendete Pflanzenteile:
inneres Pilzgeflecht
Sammelzeit:
das ganze Jahr über
Zu finden:
Lebt als Parasit an Laubholzstämmen.
Inhaltsstoffe:
Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Beta 1,3/1,6 D-Glucan-Melanin-Chitin -Komplex wie Chitin, Glucan, Stickstoff, Asche usw.
Sonstiges:
Den Zunderschwamm kann man nicht wie ein Pilzgericht essen, da er nicht genießbar ist.
Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist eine Pilzart aus der Familie der Stielporlingsverwandten (Polyporaceae). Er befällt geschwächte Laubbäume, vor allem Buchen (Fagus) und Birken (Betula), und bildet an den Stämmen dicke, invers konsolenförmige Fruchtkörper, die nicht nur optisch auffällig sind, sondern auch eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Die mehrjährigen Gebilde können im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen und ihren Lebensraum auf den Baumstämmen über viele Jahre hinweg behaupten. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert, wodurch sie sich von anderen Holzpilzen unterscheidet. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet, was ihnen eine zusätzliche Stabilität verleiht. Diese besonderen Merkmale machen den Zunderschwamm nicht nur zu einem interessanten Studienobjekt in der Mykologie, sondern auch zu einem bemerkenswerten Element in der Biodiversität der Wälder, da er Nährstoffe aus dem Holz des Wirtsbaums extrahiert und somit zur Zersetzung und zum Nährstoffkreislauf beiträgt.
Das Innere des Pilzes ist weich und besteht aus Myzelgeflecht. Das weiche Pilzgeflecht zwischen der harten Außenhaut und den Röhren wurde damals eingeweicht, gekocht, in Urin und später nahm man Salpetersäure oder Soda eingelegt. Dann gewalkt und dann wieder getrocknet. So erhielt man eine Art festen Filz, der den Funken von Feuersteinen sofort auffing. Bis vor 160 Jahren war dies so, nicht umsonst gibt es den Spruch „Das brennt wie Zunder“.
Der Zunder wurde zu kleinen Kleidungsstücken verarbeitet. So stellt man Handschuhe, Hüte, Taschen, Bilderrahmen und Fensterleder her. Künstler radierten ihre Kohlezeichnungen damit weg, manche tun das heute noch. In Rumänien werden immer noch Hütte aus dem Pilz hergestellt, bei uns sieht man ihn eher mal in Gestecken und dekorativen Blumenarrangements.
Als Notverband kann man ihn verwenden zur Blutstillung, dazu entfernt man die harte Außenhaut und den Röhrenteil. Aber nicht nur dazu dient er, Generationen von Frauen verwendeten ihn bei ihrer Menstruation und fingen sie damit auf.
Nicht zu vergessen ist das Räuchern mit dem Zunderschwamm. Siehe hierzu auch bei Räuchern…
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