Wirkung:
schleimlösend, schmerzlindernd, krampflösend, entzündungshemmend, blutreinigend, adstringierend, galletreibend, reinigend, harntreibend, blutstillend, hypnotisch, pektoral, lösend, beruhigend, stärkend, gefäßverengend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Unterleibsbeschwerden, Weißfluss, Regelstörungen, Zwischenblutungen, übermäßige Menstruation, lindert schmerzhafte Menstruation, Juckreiz der Scheide, Schlafhilfe bei älteren Menschen, Blasenlähmung, Bronchitis, reinigt Nase und Ohren (Inhalation), Nagelbetteiterung, Nagelbettentzündung, schlecht heilende Wunden und Geschwüre, Katarrhen, Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut, leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut, Nieren- und Blasenbeschwerden, Durchfall, Blutungen nach der Geburt, Vaginalausfluss, Prostatitis, Hämorrhoiden, Krampfadern
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Sommer
Zu finden:
An Zäunen, neben Äckern und Wegen und manchmal im Garten
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine, ätherisches Öl, Cholin, Flavonoide, Histamine
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel frische oder getrocknete Blüten werden mit 1/4 Liter kaltem Wasser zugestellt. Bis zum Sieden erhitzen und 5 Minuten ziehen lassen. 3-mal täglich 1 Tasse über etwa 14 Tage trinken.
Die Weiße Taubnessel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 25 bis 40 (10 bis 95) Zentimeter hoch wird. Sie hat ein kurzes bis einige Dezimeter langes, manchmal verholzendes Rhizom und bildet krautige Ausläufer. Der einfache, meist vierkantige Stängel hat eine Breite von 2 bis 3 (1,5 bis 4) Millimetern und ist im oberen Bereich flaumig behaart. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet, mit einem meist kürzeren Blattstiel. Die eiförmigen Blattspreiten haben eine Länge von 3 bis 7 (2 bis 11) Zentimetern und sind an den Rändern grob gezähnt. Die Blütezeit reicht von April bis September oder Oktober. Die Blüten sind zwittrig, zygomorph und bestehen aus fünf Kelchblättern, die meist gekrümmte Kronröhre mit weißen, gelblich-weißen oder selten rosafarbenen Kronblättern haben. Der Griffel ist zweigabelig und die Klausen sind eiförmig mit einem weißen Elaiosom.
Die Taubnessel erkennt man an den Blättern und an den etwas durchsichtig wirkenden Stängeln. Sie hat schnelle dichte Bestände und einen kurzen Wurzelstock der Ausläufer bildet, die sich wiederum bewurzeln und neue Pflanzen bilden. Ein Stock bildet bis zu 300 Samen, die durch Ameisen transportiert werden. Die Taubnessel ist der Brennnessel sehr ähnlich und trotzdem sind sie nicht verwandt.
Die Rote und Gefleckte Taubnessel (Lamium purpureum und Lamium maculatum) kann man genauso wie die Weiße Taubnessel verwenden. Es gibt aber Hinweise das die Weiße Taubnessel, wenn sie gelblich blüht, die größte Heilkraft besitzt. Es gibt aber auch noch die Goldnessel (Lamium galeobdolon).
In der Küche können die jungen Blätter als Spinatersatz dienen und genauso zubereitet werden. Die gepulverten Blüten sind ein Küchengewürz für Gemüsespeisen, Suppen, Kalbfleisch und Geflügelspeisen. Die frischen Blüten sehen nicht nur im Salat gut aus, sondern sie schmecken auch köstlich.
Bei Periodenschmerzen die schon Tage davor beginnen, kann man die Taubnessel mit der Schafgarbe 1:1 mischen und einen Tee davon herstellen.
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