Rotklee (Trifolium pratense)

Wirkung:

krampflösend, harntreibend, östrogenhaltig, blutverdünnend, entzündungshemmend, weißflussstillend, erweichend

Anwendungsbereiche:

Durchfall, Schleimhautentzündungen, zur Wundbehandlung, Atemwegserkrankungen, wenn die eigene Östrogenproduktion nachlässt, verringert hormonabhängigen Krebs, reduziert Osteoporose, Wechseljahre, lindert die Symptome der Menopause, zur Blutreinigung, als Stimulanz, (chronische) Bronchitis, Weißfluss, vaginaler Juckreiz, Augenleiden (mit Augentrost), als Entschlackungskur, Psoriasis, Ekzemen, Arthritis, Insektenstichen, Kaukrose, Nierensteine, Entzündungen der Blase und der Haut, Prostata-, Gebärmutter- und Brustkrebs, Geschwüre, Gastritis, Bindehautentzündung

Verwendete Pflanzenteile:

Blütenköpfe

Sammelzeit:

Sommer

Zu finden:

Auf Kleeäckern, auf feuchten Wiesen, an Wegrändern und auf Waldlichtungen.

Inhaltsstoffe:

pflanzliche Hormone, Asparagin, Flavonoide, Salicylate, Cumarine, Glykoside, Mineralstoffe, Vitamine

Sonstiges:

☕ Tee: 4 Teelöffel Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Man trinkt bis zu 4 Tassen pro Tag kurmäßig. die gesamte Tagesmenge von 1 Liter kann auf einmal hergestellt werden.

Rotklee wird bis zu 45 cm hoch und wächst aus einer langen, tiefen Pfahlwurzel. Sie hat schlanke, behaarte und hohle Stängel. Die Blätter sind wechselständig, in drei Fiederblättchen unterteilt und grün mit einem hellen Halbmond in der äußeren Blatthälfte. Die Fiederblättchen sind 1,25 bis 3 cm lang und 1,25 cm breit und fein gezähnt mit ausgeprägten V-Einschnitten. Die rosa bis roten Blüten erscheinen von Mai bis September in runden Köpfen.

🛑 Aufgrund seiner hormonellen Wirkung sollte Rotklee nicht von Frauen mit einer Anamnese von Endometriose, Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Myomen oder anderen östrogensensiblen Erkrankungen eingenommen werden. Rotklee enthält Cumarin-Derivate und muss bei Personen, die eine Antikoagulationstherapie einnehmen. mit Vorsicht angewendet werden. Auch vor einer Operation oder Entbindung sollte auf Rotklee verzichtet werden.

Der 4-blättrige Klee soll viel Glück bringen, gerade im Spiel. Dagegen bringt der 5-blättrige Klee Unglück und der 7-blättrige bedeutet Tod.

In der Küche passen die im Frühjahr gesammelten jungen Blätter und Triebe des Rotklees in Salaten, auf Brotaufstrichen, Eierspeisen, Suppen, Gemüsegerichten oder Kräuterquarkspeisen. Im Sommer kann man die Blüten des Wiesenklees über Salate streuen oder im Teig ausbacken, was eine wunderbare Aroma- und Farbexplosion auf den Tellern zaubert. Die Blüten sind süßlich und verleihen den Gerichten nicht nur einen feinen Geschmack, sondern auch eine dekorative Note, die das Auge erfreut. Während die Blüten die Hauptattraktion darstellen, erinnern die zarten Blätter in ihrer Konsistenz und ihrem Geschmack an Erbsen oder Feldsalat und bieten eine frische, grüne Ergänzung. Zusätzlich enthalten Wiesenklee-Blätter wertvolle Nährstoffe, die zur Gesundheit beitragen, und können auch in Smoothies oder als gesunde Snack-Option genutzt werden.

Durch die Isoflavone hat Rotklee ein zellschützendes Potenzial, die Gefahr an hormonabhängigem Krebs zu erkranken ist somit kleiner. Zu den hormonabhängigen Krebs gehören Brust-, Prostata- und Gebärmutterkrebs.

Der Weißklee (Trifolium repens) wird wie der Rotklee verwendet, nur als zusätzliche Indikation hat er noch Gicht und Rheuma.

Alle grünen Pflanzenteile können in Abhängigkeit von der Jahreszeit und der Witterung durch Veränderung des Sekundärstoffwechsels und in Abhängigkeit von der verfütterten Menge giftig sein; dies ist aber selten der Fall. Grundsätzlich sind Klee-Arten gute Futterpflanzen. (Wikipedia)

Die Giftwirkung beruht auf folgenden Mechanismen:

  • lösliche Proteine sind vermutlich für schaumige Gärung im Pansen verantwortlich;
  • die aus den cyanogenen Glykosiden freigesetzte Blausäure hemmt die Cytochrom-Oxidase und blockiert so die Atmungskette in den Mitochondrien (dadurch Sauerstoffmangel in Geweben, Krämpfe);
  • durch Phytoöstrogene kann es zu Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten kommen;
  • Nitrat wird zu Nitrit umgesetzt, dieses oxidiert Hämoglobin zu Methämoglobin, wodurch der Sauerstoffgehalt im Blut abnimmt;
  • Photosensibilierung durch den Farbstoff Rhodanid (Trifoliose, Kleekrankheit).

Durch die Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien ist er gut als Bodenverbesserer und Vorfrucht für andere Kulturpflanzen geeignet; für die Imkerei wurden Sorten mit kürzerer Kronröhre gezüchtet. Gemischt mit anderen Kleesorten und Gräsern wird er als Kleegras zur Gründüngung und als Alternative zu Mais in Biogasanlagen genutzt.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Ivar Leidus, CC BY-SA 4.0

Kommentar verfassen