Pfeffer (Piper nigrum)

Wirkung:

verdauungsfördernd, antimikrobiell, harntreibend, appetitanregend

Anwendungsbereiche:

geben den Verdauungsorganen den richtigen Impuls, wärmt uns von innen heraus und verbessert damit die Durchblutung des Gewebes, Impotenz

Verwendete Pflanzenteile:

Früchte

Sammelzeit:

während des ganzen Jahres

Zu finden:

Pfeffer ist ein Tropengewächs und eine Schlingpflanze, er stammt aus Südindien.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, fettes Öl, Säureamide, Piperin, Polysaccharide

Sonstiges:

Die Pfefferpflanze ist eine langlebige, immergrüne, tropische Kletterpflanze, die an Bäumen bis zu 10 Meter hoch wächst, in der Kultur jedoch auf 3 bis 4 Meter gehalten wird. Ihre dunkelgrünen Laubblätter sind ledrig, ei- bis herzförmig und zwischen 10 und 20 Zentimetern lang. Sie hat kleine, unauffällige Blüten, die in dichten Trauben wachsen. Bei kultiviertem Pfeffer sind bis zu 90 % der Blüten zwittrig. Aus den Blüten entwickeln sich Fruchtstände mit einsamigen Beeren, den Pfefferkörnern, die bis zu 6 Millimeter groß sind. Aus einer Pfefferpflanze kann zweimal jährlich Pfeffer geerntet werden, und sie bleibt bis zu 30 Jahre ertragreich.

Die weißen, grünen, schwarzen und rote Pfefferkörner stammen alle vom selben Strauch. Die grünen sind noch nicht ganz reife Pfefferkörner und sind meist eingelegt in Salzlake oder Essig. Die weißen sind die reifen, roten Pfefferkörner. Sie werden in Wasser eingelegt und die Haut wird anschließend abgerieben und getrocknet.

Die schwarzen sind die halbreifen, grünen Früchte. Sie werden in großen Haufen gegärt und anschließend in der Sonne getrocknet. Die roten sind die vollreifen Pfefferkörner. Sie bleiben mit ihrer Fruchtwand erhalten und werden in Salzlake eingelegt, was konservierend wirkt.

In der Küche wird Pfeffer als Gewürz verwendet und passt so gut wie überall dazu. Oft steht auf den Tischen Salz und Pfeffer zum nachwürzen.

Als Heildroge dienen die ausgewachsenen, aber noch grünen ungeschälten und getrockneten Früchte. Nach einer Behandlung mit kochendem Wasser werden sie in der Wärme getrocknet und werden dabei dunkel.

In der ayurvedischen Medizin fehlt in kaum einem Tee eine kleine Prise Pfeffer.

Hildegard von Bingen: Der Pfeffer hat ein gewisses Verderben in sich, denn er bereitet üble Säfte. Wenn aber jemand milzsüchtig ist und ihm vor den Speisen ekelt, sodass er nicht essen kann, dann soll er in eine Speise oder auf Brot viel Pfeffer geben und es wird der Milz besser gehen und der Ekel vor dem Essen verschwindet.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Aruna in der 
Malayalam-Wikipedia, CC BY-SA 3.0

2 Kommentare zu „Pfeffer (Piper nigrum)

  1. Pingback: Langer Pfeffer

Kommentar verfassen