Schwach Giftig
Wirkung:
schmerzstillend, beruhigend, krampflösend, menstruationsfördernd, schweißtreibend, entzündungshemmend, antiallergisch, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Migräne, Depressionen, Leber, Magenbeschwerden, krampfartige Darmbeschwerden, Bronchialleiden, Asthma bronchiale, Husten, Heiserkeit, Wunden, Wurmmittel, schmerzhafte Steinleiden, Blasenerkrankungen, Infektionserkrankungen, Neuralgien, Rheuma, Gastritis, PMS, beginnender Sonnenbrand, Pollenallergien, Heuschnupfen, Pest, Insektenstiche, Spasmen des Gastrointestinaltrakts, krampfartige Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege, Menstruationsbeschwerden
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und Wurzeln
Sammelzeit:
April bis Mai
Zu finden:
An Gewässern, in Sümpfen, an Bächen, feuchten Gräben und Flussufern.
Inhaltsstoffe:
Pyrrolizdin-Alkaloide, Flavonoide, Petasin, Bitter- und Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine, ätherisches Öl
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Blätter werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. 2 Tassen pro Tag sind ausreichend. Die Wurzel kalt zustellen und zum Sieden erhitzen.
Die Gewöhnliche Pestwurz ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die während der Blütezeit zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch wird, zur Fruchtzeit jedoch bis zu 120 Zentimeter erreichen kann. Ihr Rhizom hat einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern und ist bräunlich, während der Stängel rötliche Schuppen aufweist. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite unterteilt, mit runden und seitlich gerippten Blattstielen, die an der Oberseite gefurcht sind. Die einfache Blattspreite kann bis zu 90 Zentimeter breit sein und ist herz- oder nierenförmig. Die Blütenstände erscheinen zwischen März und Mai, vor den Grundblättern, und die Blütezeit dauert von April bis Mai. Die Gesamtblütenstände sind rötlich-weiß bis rot-violett und erreichen eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern zur Blütezeit. Die männlichen Blütenkörbchen sind etwa doppelt so groß wie die weiblichen, und die Blüten sind rötlich-weiß bis schmutzig-rot. Die Achänen sind zylindrisch und tragen einen schmutzig-weißen Pappus.
🛑 Eine Überdosierung sollte man vermeiden. Die Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht zu empfehlen, sowie für Babys, Kleinkinder und Kinder. Vor Zubereitungen als Tee aus Pestwurzblättern oder -wurzeln wird gewarnt, denn im Naturzustand enthalten die Pflanzenteile Substanzen (Pyrrolizidinalkaloide mit mutagener, krebserregender und möglicherweise toxischer Wirkung auf die Leber.

Die ganz jungen Blätter haben den geringsten Gehalt an Pyrrolizidin-Alkaloide und nur diese sollten gesammelt werden. Die Pyrrolizidin-Alkaloide stehen in Verdacht krebserregend zu sein.
Die Blätter der Pestwurz können bis zu einem Meter Durchmesser haben, diese auf keinen Fall mehr sammeln und verwenden.
Bei Räucherungen von Wurzel und Blatt machen bereit zu magischen Werken.
Die Pestwurz ist eine alte Heilpflanze der Pest.
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