Olivenbaum (Olea europaea)

Wirkung:

blutdrucksenkend, stoffwechselregulierend, antibiotisch, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

hilft beim Zellaufbau, wirkt sich positiv auf die Lernfähigkeit von Kleinkindern aus, Verstopfungen, Sonnenbrand, schützt vor Herzinfarkt, macht die Zellmembranen stabiler, wirkt der Entstehung von Krebs entgegen, zögert den Alterungsprozess, hohes Cholesterin – LDL wird gesenkt und das HDL erhöht, Gallenfluss, Borreliose, Zeckenbiss, Muskeln, geschädigte Schleimhäute, Leber, Brandverletzungen, Wunden, Verstauchungen, Kopfschmerzen, wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Früchte

Sammelzeit:

im Herbst

Zu finden:

Der Olivenbaum ist in den Mittelmeerländern beheimatet.

Inhaltsstoffe:

fette Öle, ungesättigte Fettsäuren, Glykoside, Bitterstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Olivenblätter, frisch oder getrocknet, wird mit 1/4 Liter Wasser zugestellt und etwa 15 Minuten gekocht, dann noch einige Zeit ziehen lassen. Man trinkt 3 Tassen Tee am Tag über 1 Woche. Dies ist eine Kur für Wechseljahresbeschwerden, aber auch zur Fiebersenkung.

Der Olivenbaum ist ein immergrüner Baum oder Strauch, der 10 bis 20 Meter hoch werden kann. Wilde Olivenbäume sind kleiner. Junge Zweige sind kantig, und die glatte Rinde ist silber-grau oder rostfarben beschuppt und wird mit der Zeit rissig. Olivenbäume wachsen langsam, können jedoch mehrere hundert Jahre alt werden, wobei einige Exemplare bis zu 3500 Jahre alt sind. Man findet sehr alte Olivenbäume auch in Spanien, wo ein Baum über 1700 Jahre alt ist. Um die Ernte zu erleichtern, werden Olivenbäume beschnitten. Die Wurzeln wachsen je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlich tief. Hauptwurzeln sind oft mit bestimmten Aststrukturen verbunden. Olivenbäume verlieren ihre Blätter nicht alle auf einmal, sondern über mehrere Jahre hinweg. Die kleinen Laubblätter sind ledrig, schmal und haben eine graugrüne Oberseite sowie eine silbrig glänzende Unterseite. Olivenbäume blühen von Ende April bis Anfang Juni, und die Blüten sind zwittrig, aber oft funktional eingeschlechtig. Selbstbefruchtung ist üblich, jedoch gibt es Sorten, die Fremdbestäubung benötigen. Die kleine, ellipsoide Steinfrucht, die Olive, hat eine grüne bis schwarze Farbe, je nach Reife. Oliven sind nach 20 Jahren ertragreich und müssen oft eingelegt werden, da sie roh bitter sind. Die Verarbeitung zu Olivenöl ist gängig, und in eingelegter Form sind sie lange haltbar, was ihre Bedeutung in der mediterranen Küche erklärt. Der Fruchtertrag der Olivenbäume schwankt in einem zweijährigen Rhythmus.

Der heilige Baum der griechischen Götter, der seit Jahrtausenden unverzichtbar für die Ernährung ist und den südlichen Bauern reiche Ernte und Wohlstand beschert. Sein Öl lässt sich aus unserer Küche nicht mehr wegdenken. Es gibt 40 verschiedene Olivenbaumarten, die alle anders schmecken. Der Baum wächst so langsam, dass erst die Enkel von dem Baum ernten können. Der Olivenbaum kann bis zu 2000 Jahre alt werden.

Olivenöl sollte dunkel gelagert werden und hält bis zu 1 Jahr. Im Kühlschrank gehört es nicht, da sich dann die Fruchtanteile am Boden setzten und das darin enthaltene Vitamin E uns vorenthalten wird.

Man kann Olivenöl nicht nur in Salaten, als Konservierungsmittel für Gemüse oder Transportmittel für Heilpflanzen benutzen sondern auch zum Kochen und Braten. Das Öl hält Hitze bis 180 Grad Celsius aus, ohne an Qualität zu verlieren. Bei anderen Ölen wie Distel-, Hanf- oder Leinöl führt die Erhitzung zur Vernichtung der bioaktiven Stoffe. Außerdem wird es für kosmetische Zwecke genutzt, zum Beispiel in Hautcremes. Die Früchte sind vom Baum gegessen sehr bitter, daher werden sie vorher in einer Salzlake eingelegt, bevor sie in den Handel gebracht werden. In der mediterranen Küche wird die Olive häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet. Im Handel kann man die grünen oder die schwarzen Oliven kaufen, wobei die schwarze voll ausgereift ist. Aus Olivenkernen gewonnene Olivensamen können zum Backen oder als Gewürz verwendet werden. Man kann sie karamellisiert kaufen oder als Räucherchips.

Olivenöl hat ungefähr 1000 verschiedene biologisch wirksame Inhaltsstoffe, die in den letzten Jahren vielfach untersucht wurden.

Die Blätter des Olivenbaumes wirken wie ein natürliches Antibiotikum, aus dem Extrakt.

Beim Kauf von Olivenöl sollte man darauf achten, dass man Güteklasse I kauft. Natives Olivenöl extra, kalt gepresstes Olivenöl extra oder Jungfernöl extra könnte auf dem Etikett stehen. Aber das ist nicht alles, schreiben kann man ja viel, es sollte genau drauf stehen woher das Öl kommt.

Olive ist die 23. Bachblüte. Sie ist die Blüte der Regeneration. Nach Phasen schwerer geistiger oder körperlicher Anstrengung, wenn man völlig ausgebrannt ist und einem alles zu viel wird.

Hildegard von Bingen: Der Baum ist mehr kalt als warm und er bezeichnet die Barmherzigkeit. Koche die äußere Rinde und die Blätter dieses Baumes in Wasser, dann mache mit dem Wasser und Fett eine Salbe und wenn jemand im Rücken, in der Seite oder in den Lenden an Gicht leidet, salbe ihn dort ein. Das Öl taugt nicht viel zum Essen, aber es ist brauchbar für viele Heilmittel. Und weil es am Feuer gekocht ist, braucht man es nicht mehr an die Sonne stellen. Wenn Rosen und Veilchen hineingelegt werden, hilft es gegen Fieber.

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