Nachtkerze (Oenothera biennis)

Wirkung:

beruhigend, stoffwechselanregend, hautwirksam

Anwendungsbereiche:

Neurodermitis, zu hoher Cholesterinspiegel, als begleitende Behandlung bei Multipler Sklerose, Altersdiabetes, PMS, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Blähungen, Akne, Reizbarkeit, Depressionen, Launenhaftigkeit, Kopfschmerzen, normalisiert den Menstruationszyklus, fördert die Fruchtbarkeit, nützlich bei der Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS), Symptome der Menopause, wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, Hauterkrankungen, Ekzemen, Dermatitis, Psoriasis, reguliert die Hormone, Durchfall, Krämpfe, Erkältung, Husten, Keuchhusten, lindert die Symptome von Asthma, hyperaktive Kinder, erhöht die Immunabwehr des Körpers, Nervenschmerzen die speziell durch Diabetes hervorgerufen werden

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Blätter, Samen

Sammelzeit:

Im Herbst des ersten Jahres

Zu finden:

Stammt ursprünglich aus Amerika und wurde bei uns eingeschleppt. An Bahndämmen, Bahnstrecken, Steinbrüchen und in Gärten.

Inhaltsstoffe:

Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure, Ölsäure

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kraut und Wurzeln mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 1/4 Stunde ausziehen lassen und abseihen. Mehrere Tassen pro Tag trinken.

Die tägliche Dosis beträgt 2 bis 4 Gramm.

Die Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr können die Blätter bis zu 25 cm lang werden. Die Blätter sind lanzenförmig, gezähnt und bilden eine Rosette. Im zweiten Jahr hat der Blütenstängel wechselständige, spiralförmig angeordnete Blätter an einem behaarten, rauen Blütenstängel, der oft violett gefärbt ist. Die Blätter erinnern an Weidenblätter. Dieser aufrechte Blütenstängel verzweigt sich manchmal in der Nähe der Spitze und wird 90 bis 180 cm hoch. Sie blüht von Juni bis Oktober. Die leuchtend gelben Blüten sind während der Hitze des Tages teilweise oder ganz geschlossen und öffnen sich erst in der Abenddämmerung. Die Blüten haben vier Blütenblätter und sind 2,5 bis 5 cm lang. Sie wachsen in einer mehrblütigen endständigen Rispe. Die duftenden Blüten erscheinen nur für 1 bis 2 Tage. Die Samenkapseln sind lang und schmal. Die Nachtkerze ist ein Tiefwurzler, deren Pfahlwurzeln über 1 Meter in die Tiefe vorstoßen können.

🛑 Gegenindikationen gibt es nicht, bei Epileptikern rät man von der Anwendung ab.

In der Küche kann man die Wurzel als Gemüse verwenden, nur nicht erschrecken sie wird rot beim Kochen. Die Wurzeln kocht man in Fleischbrühe; sie werden auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Sprichwörter behaupteten, dass ein Pfund Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch. Auch die Blätter können als Gemüse gegessen, oder als Salat verarbeitet werden. Alles an der Nachtkerze ist essbar. Aus den Samen wird das Nachtkerzenöl gewonnen.

Das Nachtkerzenöl findet auch Verwendung als Wirkstoff und Additiv in Kosmetikartikeln, speziell in Hautcremes, da es reich an essentiellen Fettsäuren ist, die für die Hautpflege von großer Bedeutung sind. Die Inhaltsstoffe wirken hier vor allem bei reizempfindlicher Haut beruhigend und spenden viel Feuchtigkeit, was zu einem gesünderen Hautbild führt. Zudem können sie entzündungshemmend wirken und die Hautbarriere stärken, wodurch die Haut widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse wird. Daher kann Nachtkerzenöl dementsprechend vor allem bei trockener, schuppiger und juckender Haut pharmazeutisch verwendet werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen und das Wohlbefinden der Haut zu fördern.

In den Samen befindet sich ein hoher Anteil an Gamma-Linolsäure und ist der medizinisch wirksamste Teil der Nachtkerze.

Die nordamerikanischen Ureinwohner verwendeten die zu Brei zerstampften Samen der Gemeinen Nachtkerze als Heilmittel.

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