Wirkung:
prostatawirksam, harntreibend, wundheilend, entzündungshemmend, antioxidativ
Anwendungsbereiche:
Schwangerschaftserbrechen, senkt den Cholesterinspiegel, hemmt Darmkrebs, Prostataleiden, Blasenleiden, Reizblase, Nierenerkrankungen, gereizter Darm, Erbrechen, Bandwürmer
Verwendete Pflanzenteile:
Beere, Kerne, Blüte
Als Heildroge dienen die Samen verschiedener Kulturvarietäten, vor allem von der gut untersuchten und wirkstoffreichen var. styriaca, dem Weichschaligen Steirischen Ölkürbis.
Sammelzeit:
Juli bis Oktober
Zu finden:
auf Kürbisfeldern oder im Garten
Inhaltsstoffe:
Phytosterin, Mineralstoff, Kalium, Zink, Eisen, Kalzium, Selen, Karotinoide, Vitamine B, C, E, Fruchtsäuren, Phytosterine, Cucurbitacin, Proteine, Salicylsäure, Enzyme, fettes Öl
Sonstiges:
Der Gartenkürbis ist eine einjährige, krautige Pflanze, die als Kletter- oder kriechende Pflanze wächst und auch buschig sein kann. Sie hat lange, gestielte, herzförmige Blätter, die groß und stark eingeschnitten sind. Die Blattranken reagieren schnell auf Berührungen. Der Spross kann bis zu 14 cm pro Tag wachsen und die Pflanze ist einhäusig, blüht von Juni bis August und hat goldgelbe Trichterblüten mit einem Durchmesser von 7 bis 10 cm. Die männlichen Blüten haben eine becherförmige Kronröhre. Jede Blüte produziert viel Nektar, und die Blüten werden von Bienen und Hummeln besucht. Die Früchte sind gelb bis orange, rundlich oder länglich und können 15 bis 40 cm im Durchmesser erreichen, bei einigen auch bis zu 30 kg schwer werden. Das Fruchtfleisch ist faserig. Der Gartenkürbis lässt sich durch einen harten, eckigen Fruchtstiel und die handförmigen, stechend behaarten Blätter von anderen Kürbis-Arten unterscheiden. Die Samen sind stumpf weiß bis bräunlich mit glatter Oberfläche.
Kürbis enthält viel Vitamin E und Selen. Aus dem Fruchtfleisch wird köstliches Gemüse, Marmelade oder Kuchen gemacht, oder wird süßsauer eingelegt.
In der Küche wird das zerkleinerte und süßsauer eingelegte Fruchtfleisch als Kompott oder Fleischbelag gegessen und ist lecker. Für Kürbissuppen wird das Fruchtfleisch des Kürbisses mit Kartoffeln und anderen Gemüsen (z. B. Möhren) in Brühe gekocht und püriert. Die großen Blüten werden in Mexiko für Suppen genutzt und in Italien gefüllt. Kürbis kann auch als Salat verwendet werden. Eine Besonderheit ist der Spaghettikürbis, der ganz gekocht wird und fädiges Fruchtfleisch liefert. Die Samen werden in Backwaren verwendet und als Snack geröstet oder ungeröstet gegessen. Außerdem werden die Samen zur Gewinnung von Öl genutzt.
Ein Gartenkürbis enthält eine erhebliche Menge des Provitamins A sowie Kohlenhydrate und Fette. Auch Folsäure, Eisen und Pottasche kommen in erwähnenswerten Mengen vor. Außerdem enthält er reichlich Karotinoide: 100 Gramm Kürbis enthalten 3800 Mikrogramm Alphakarotin, 3100 Mikrogram Betakarotin sowie 1500 Mikrogramm Lutein und Zeaxanthin. Damit ist er nicht nur eine besonders wirksame Pflanze, die das Immunsystem unterstützt, er gilt auch als wirksamer Hautschutz.
Die Kerne sind besonders energie- und wirkstoffreich.
Der Gartenkürbis, auch als Sommergemüse („Zucchini“) bekannt, wird weltweit angebaut. In den USA und Europa werden die reifen Früchte oft nur zu Halloween verwendet („Jack-o-Lantern“), während sie in anderen Ländern als Nahrungsmittel dienen. Der Gartenkürbis braucht, wie alle Kürbisgewächse, nährstoffreiche Erde und ausreichend Wasser.
Der Gartenkürbis wird in verschiedenen Sorten gezogen, zu denen die vielfältigen „Zierkürbisse“ gehören. In den USA und in zunehmendem Maß in anderen Ländern, auch bei uns ist es üblich, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen, Gesichter hineinzuschnitzen und von innen zu beleuchten.
Hildegard von Bingen: Der Kürbis ist trocken und kalt und wächst von der Luft. Er ist gut zu essen für Kranke und Gesunde.
Zu Halloween und seine Geschichte kommt noch ein separater Beitrag😊