Kresse (Lepidium sativum)

auch Garten-Kresse, Gartenkresse

Wirkung:

blutreinigend, stoffwechselanregend, blutbildend, keimtötend, antibiotisch, antiskorbutisch, harntreibend, stimulierend

Anwendungsbereiche:

Haarausfall, Aufbau von Knochen und Zähnen, Husten mit Auswurf, Asthma, Darminfektionen, Schmerzen, Verletzungen, Abführmittel

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Samen, Wurzel

Sammelzeit:

das ganze Jahr über

Zu finden:

Gartenpflanze

Inhaltsstoffe:

Senfölglykoside, ätherisches Öl, Vitamine, Bitterstoffe, Lepidin

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Kresse mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und für 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und 2 bis 3 Tassen täglich trinken.

Die Gartenkresse ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 (manchmal bis 100) Zentimetern erreicht. Sie hat einen aufrechten, kahlen oder spärlich behaarten Stängel und ist meist bläulich-grün. Grundständige Blattrosetten werden nicht gebildet. Die Blätter sind oft gefiedert, dünn und hellgrün mit borstigem Rand. Die Blütenstände sind traubenförmig und enthalten viele zwittrige Blüten mit vier Kelchblättern, die länglich oder elliptisch sind. Die Kronblätter sind weiß, lavendelfarben oder rötlich und spatelförmig. Es gibt sechs Staubblätter, und die Frucht ist bleistiftförmig oder etwas abgeflacht. Die Schötchen sind eiförmig-länglich und haben flügelartige Ränder. Die Samen sind braun und unflügelt, die Keimblätter sind dreilappig.

Alle Kressearten, die Brunnenkresse, die Kapuzinerkresse, aber auch die Gartenkresse, enthalten pflanzliche Antibiotika. Sie sind stark keimtötend.

🛑 Vorsicht, wer einen schwachen Magen hat!!

In der Küche kann man Gartenkresse roh oder gegart essen. Sie schmeckt leicht scharf und pikant, der Geschmack erinnert an Rettich oder Senf. Die Kresse passt super in jeden Salat, in kleinen Mengen. Die Wurzeln kann man zum Würzen nutzen, genauso wie die frischen, getrockneten Schötchen. Die etwa 7 Tagen alten Sprossen aus den frisch gekeimten Samen werden vielseitig frisch verwendet. Ein Speiseöl kann aus den Samen gewonnen werden.

Kresse passt gut auf kalte Platten, auf Wurst- und Käsebroten, auf Frischkäse, zu Schaf- und Ziegenprodukten und zu Radieschen. Kurmäßig kann man im Winter, wenn keine Brunnenkresse verfügbar ist, die Kresse frisch essen und zwar immer dann, wenn man sich müde oder ausgelaugt fühlt.

Die Pflanze hat einen hohen Anteil an Kalzium.

Die Samen wirken milchfördernd. Sie wurden mit Milch gekocht und zur Abtreibung verwendet.

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