Katzenminze (Nepeta Cataria)

Wirkung:

beruhigend, entspannend, kühlend, fiebersenkend, schweißtreibend, krampflösend, entgiftend, harntreibend, leicht euphorisierend, antibakteriell

Anwendungsbereiche:

Erkältungskrankheiten, Husten, Schnupfen, Atemwegsinfektionen, Asthma, bei Kinderkrankheiten mit Ausschlag (wie z. B. Windpocken, Masern, Röteln), Verdauungstrakt, gestresster Magen, verspannter Darm, Menstruationsschmerzen, verzögerte Periode, Spannungskopfschmerzen, Zahnschmerzen, Hustenanfälle, verstopfte Nasennebenhöhle, Halsschmerzen, Grippe, Hautentzündungen, Insektenstiche, Verbrennungen, zur Desinfektion bei frischen Wunden, als Beruhigungsmittel, chronischer Bronchitis, Infektionen

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Stängel

Sammelzeit:

Mai bis Oktober

Zu finden:

bei Friedhöfen oder Gärten auf trockenen Standorten.

Inhaltsstoffe:

Iridoide, Gerbstoffe, ätherisches Öl mit Citronellol, Citral, Geraniol, Pulegon, Actinidin, Kampfer

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Esslöffel Katzenminze mit 1/4 Liter nicht ganz kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Für Kinder die halbe Menge nehmen und 5 Minuten ziehen lassen. Der Tee schmeckt erfrischend nach Minze und macht ein bisschen glücklich und entspannt.  Der Tee soll bei der Zubereitung nicht bis zum Kochen erhitzt werden, da sich sonst die ätherischen Öle mit dem Wasserdampf verflüchtigen.

Die Echte Katzenminze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern erreichen kann. Ihre oberirdischen Teile sind grau und filzig behaart. Der vierkantige, hohle Stängel ist ebenfalls filzig und grau. Die Laubblätter sind gegenständig und bestehen aus einem Blattstiel und einer Blattspreite, die dreieckig oder eiförmig ist und etwa 3 bis 7 Zentimeter lang sowie 2 bis 4,7 Zentimeter breit ist. Die Blütezeit ist von Juli bis September, und die Blüten stehen in kleinen Gruppen auf kurzen Stängeln. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und bestehen aus fünf Kelchblättern, die schwach zurückgekrümmt sind, sowie fünf Kronblättern, die eine meist weiße oder blassblaue Farbe haben. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier einsamige Teilfrüchte.

Actinidin hat eine unwiderstehliche Wirkung auf Katzen, sie lieben sowohl den Geruch als auch den Geschmack der Katzenminze.

Studien in den 1970er-Jahren zeigten, dass Tee von Katzenminze eine beruhigende Wirkung besitzt. Vor dem Essen wirkt er appetitanregend, was besonders für Menschen mit wenig Hunger von Vorteil sein kann, da er den Magen anregt und einen wohlschmeckenden Vorgeschmack auf die bevorstehenden Speisen bietet. Nach dem Essen hingegen zeigt er seine verdauungsfördernde Wirkung, indem er zur Entspannung des Verdauungstraktes beiträgt und bei der Verarbeitung der Nahrungsaufnahme hilft. Diese Wirkung wird vom psychoaktiven Alkaloid Actinidin und den verschiedenen ätherischen Ölen verursacht, die in der Katzenminze enthalten sind und die sowohl beruhigende als auch stimulierende Effekte auf das zentrale Nervensystem haben können, was zu einer insgesamt angenehmen Erfahrung beiträgt.

Bei den Indianer zählt die Katzenminze zu den mildesten Schamanenpflanzen. Ihre getrockneten Blätter werden in der Pfeife geraucht. Der Rauch hat schwache psychoaktive Wirkungen und ist weit entfernt, ein Marihuanaersatz zu sein.

Damals wurden frische Katzenminzblätter in der Küche zum Würzen von Fleisch verwendet und die Blätter wurden gekaut bei Zahnschmerzen.

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