auch Ingber und Imber oder Immerwurzel und Ingwerwurzel
Wirkung:
verdauungsfördernd, schmerzstillend, blutzuckersenkend, antibakteriell, antiviral, virostatisch, antiemetisch (vor Erbrechen schützend), durchblutungsfördernd, antioxidativ, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
regt die Verdauungsenzyme an und beeinflusst damit auch unser Immunsystem, Reisekrankheit, unstillbares Schwangerschaftserbrechen, Asthma, Migräne, zur Bekämpfung von Parasiten (die sich den Menschen als Zwischenwirt aussuchen), Blähungen, Krämpfe, Blutkreislauf, Schmerzen an Gelenken und Muskeln, Schmerzen bei Überanstrengung, Rheuma, Arthrose, beginnender Erkältung, Aphrodisiakum, neutralisiert Mundgeruch, Magen-Darm-Probleme, Übelkeit und Erbrechen
Verwendete Pflanzenteile:
Rhizom
Sammelzeit:
gibt es bei uns in Einkaufsläden, Apotheken, Online
Zu finden:
Ingwer ist eine tropische Pflanze und findet man meist dort. Man kann sie aber auch zu Hause anbauen.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle wie Cineol, Shogaol, Borneol, Linalool, Camphen, Phellandren, Gingerol
Sonstiges:
☕ Tee: Man nimmt eine frische Ingwerknolle und schneidet ein etwa nussgroßes Stückchen ab und in kleine Scheibchen. Mit 3/4 Liter kochendem Wasser übergießen und genau 8 Minuten ziehen lassen. Dann abgießen und schluckweise trinken. Dieser Tee sollte am Morgen, noch vor dem Frühstück, genommen werden. Wer nicht auf einmal trinken kann, teilt sie über den Tag auf. Der Tee ist ideal, um abzunehmen und die Durchblutung anzuregen.
Ingwer ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 50 bis über 150 Zentimeter hoch wird. Der dicke Stängel und die langen Blätter verleihen ihr ein schilfartiges Aussehen. Sie bildet ein verzweigtes Rhizom, das horizontal in der Erde wächst und einen aromatischen Geruch hat. Die Wurzeln entstehen entlang des Rhizoms. Die ungestielten Laubblätter sind 15 bis 30 Zentimeter lang und 2 bis 2,5 Zentimeter breit. Der Blütenstand entsteht direkt aus dem Rhizom und hat eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Er besteht aus hellgrünen Hochblättern mit gelblichen Rändern und vielen blühenden zwittrigen Blüten. Die Blüten sind zygomorph und haben eine nicht gegliederte Hülle. Außen sind die Tepalen etwa 1 Zentimeter lang, innen röhrig verwachsen und etwa 2 bis 2,5 Zentimeter lang. Das kürzere Labellum ist dreilappig und rötlich gefärbt. Das fertilen Staubblatt ist dunkelviolett und umgreift den Griffel. Drei Fruchtblätter bilden einen unterständigen Fruchtknoten, aus dem Kapselfrüchte mit schwarzen Samen entstehen, die einen weißen Samenmantel haben.
🛑 Wer Gallensteine hat, sollte Ingwer nicht anwenden!!! Wer sich nicht sicher ist, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen.
Ingwer hat einen scharfen Geschmack und wärmt von innen heraus. Es macht das Blut dünnflüssiger und belebt den Blutkreislauf. Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz. Ingwer ist auch als naturreines Pflanzengetränk (Ingwerpresssaft) erhältlich.
Nachdem zu uns die Welle über Ayurveda und der chinesischen Medizin hier her kam, eroberte auch der Ingwer einen Platz in unseren Köpfen. Er wird bei uns oft als Gewürz benutzt und ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Den Ingwer sollte man im Kühlschrank, in einem feuchtem Tuch aufbewahren.
Die Pflanze passt zu Gemüse, Fleisch und Fisch. Ingwer enthält Enzyme, die Fleisch zart machen, und wird oft in Marinaden verwendet. Er dient pur oder in Mischungen als Gewürz, zum Beispiel in Currys, Chutneys, Marmeladen und Soßen. Auch Lebkuchen, Pfefferkuchen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit Ingwer verfeinert.
Ingwer-Pflaumen und Ingwer-Nüsse sind eingelegte Stücke frischen Ingwers in Sirup. Weitere Ingwerzubereitungen sind kandierter Ingwer, auch mit Schokolade überzogen, sowie die in Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre. Junge Ingwersprossen werden in den Tropen gelegentlich als würziges Gemüse oder Würzkraut verwendet. Aus Japan stammt der in Essig eingelegte Ingwer, der als Gari zwischen verschiedenen Sushi-Gängen gegessen wird und weltweit in Sushi-Restaurants verbreitet ist.
Ingwer wird in der Getränke- und Lebensmittelindustrie eingesetzt, vor allem in alkoholfreier Limonade wie Ginger Ale. Aufgrund seiner Wirkung auf die Schweißbildung ist er in warmen Ländern ein beliebter Zusatz in Kaffee und Tee.
5 Gramm Ingwer täglich erhöht die Wahrscheinlichkeit, nicht an einer Thrombose oder an einem Schlaganfall zu erleiden, so eine wissenschaftliche Studie.
Hildegard von Bingen: Der Ingwer schadet dem gesunden, fetten Menschen. Aber wer schon fast stirbt, der pulverisiere Ingwer und nehme das Pulver mäßig in Suppen und esse es mäßig mit Brot und es wird ihm besser gehen. Und wenn jemand einen Flechtenausschlag hat, der lege das Pulver in ein Tuch und dieses in Essig und füge ein wenig Wein bei und bestreiche die Haut damit und er wird geheilt sein.
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