Leicht giftig!
Wirkung:
blutdrucksenkend, harntreibend, verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, blutstillend, adstringierend
Anwendungsbereiche:
Hauterkrankungen mit Schorf, nässende Ekzeme der Kopfhaut und Schleimhaut-Blutungen, gestörte Blutgerinnung, Durchblutungsstörungen des Kopfes, Hirndurchblutung, Gedächtnisschwäche, erhöhte Blutzuckerwerte, Hautleiden, Nasenbluten, Blutungen der Gebärmutter, Altersschwerhörigkeit, schlechtes Sehen, Entzündungen, Abszessen, Geschwüre, Blutergüsse, Wunden, Mandelentzündung, Halsleiden, Bluthochdruck, zur Nachbehandlung von Schlaganfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall
Verwendete Pflanzenteile:
das junge, frische Kraut
Sammelzeit:
vor der Blüte ca. im März
Zu finden:
Wächst häufig in Buchenmischwäldern, an Hecken und in Gebüschen. Immergrün gibt es mittlerweile in vielen Gärten und kommt wild vor allem in der Nähe alter Burgen vor.
Inhaltsstoffe:
Indolalkaloide, Vincamin, Terpene, Ursolsäure, Phenole, Phenolcarbonsäure, Flavonoide Tannine, Phytosterin, Ornol, Vinicin
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. 1 Tasse pro Tag ist ausreichend.
Der Tee schmeckt scharf und kann mit anderen gleichwirkenden Kräutern gemischt werden.
Das Kleine Immergrün ist ein immergrüner Halbstrauch, der eine Wuchshöhe von 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Die Sprossachsen sind niederliegend und bewurzeln sich an den Knoten, während die Blühtriebe aufrecht stehen. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet, lederig und länglich bis elliptisch, mit einem dunkelgrünen, glänzenden Aussehen. Die lang gestielten Blüten wachsen einzeln in den Blattachseln und sind zwittrig, mit einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern. Die Blüten sind fünfzählig, und ihre Kronblätter sind hellblau bis violett. Die Balgfrucht ist länglich und enthält zwei oder drei braune Samen, die grob warzig sind.
🛑 Das Kleine Immergrün ist in allen Pflanzenteilen giftig.
Das Kleine Immergrün wurde früher als Heilpflanze für viele Krankheiten genutzt, doch 1986 widerrief das Bundesgesundheitsamt die Zulassung für alle immergrünhaltigen Präparate. Im Tierversuch wurden Blutschäden festgestellt, die auf Begleitkomponenten und nicht auf die Hauptalkaloide zurückzuführen sind. Immergrünkraut (Vincae minoris herba) darf nicht mehr als Rezepturarzneimittel verwendet werden. Vincamin-Fertigpräparate, die aus den Pflanzen gewonnen oder synthetisch hergestellt werden, sowie homöopathische Präparate sind von diesem Verbot nicht betroffen und werden zur Behandlung von zerebralen Durchblutungsstörungen eingesetzt.
Das Immergrün ist ein Symbol der ewigen Treue und wurde im Mittelalter in Liebestränen verwendet. Ein Immergrünkranz zögert die Verwesung bei Verstorbenen hinaus, vielleicht wird er deshalb als Totenkranz gebunden.
In der Pharmaindustrie wird ausschließlich den isolierten Stoff, nicht aber die ganze Pflanze verwendet. Man nimmt an, dass längerer Gebrauch Blutbild-Veränderungen hervorrufen kann.
In der Ayurveda wird Vinca rosea viel eingesetzt, nicht nur die Anti-Tumorwirkungen ist erwünscht. Man verwendet die Pflanze, wenn die Blutzuckerwerte gesenkt werden sollen, bei zu hohem Blutdruck und vor allem bei Depressionen. Vina rosea nimmt die Angst und beruhigt.
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Ein Kommentar zu “Immergrün (Vinca minor)”