Hopfen (Humulus lupulus)

Wirkung:

beruhigend, schlaffördernd, verdauungsfördernd, krampflösend

Anwendungsbereiche:

Verdauungsschwäche, Leberleiden, Gelbsucht, Gallenleiden, Harnverhalten, Nierenleiden, Bleichsucht, Appetitlosigkeit, Krämpfe im Verdauungstrakt, Menstruationskrämpfe, Muskelkrämpfe, Bronchialkrämpfe bei Asthma, Wassersucht, vorzeitiges Altern, vorzeitigem Samenerguss, überreizter Sexualität, Aphrodisiakum, depressive Verstimmungen, nervösen Magenverstimmungen, fördert den Schlaf, Beruhigungsmittel, Angstzustände, Blutergüsse, Geschwüre, entzündetes Gewebe, arthritische Gelenke

Verwendete Pflanzenteile:

weibliche Zapfen und Triebspitzen

Sammelzeit:

August bis September

Zu finden:

Hopfenfelder bei Bauern

Inhaltsstoffe:

Harz, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Humulon, Lupulon, Flavonoide, Mineralstoffe, Bitterstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 2 gehäufelte Teelöffel Blüten werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgegossen und 10 Minuten ausgezogen. 2 Tassen pro Tag sind ausreichend.

🛀🏼 Bad zur Entspannung: 1 bis 2 Hand voll Hopfenzapfen im Leinensäckchen ins Badewasser geben. Maximal 10 Minuten im Bad verweilen. Höpfenbäder sind allerdings in ihrer schlaffördernden Wirkung schwächer einzuschätzen als Melissebäder, helfen dafür aber bei Kopfschmerzen.

Hopfen hat einen verzweigten Stamm mit steilen, nach unten gerichteten Haaren, die für Stabilität sorgen. Dies ermöglicht es das der Hopfen klettern kann. Die Pflanze wird zwischen 4,5 und 7,5 m hoch. Er hat grüne, gegenständige, gelappte Blätter. Sie haben 3 bis 5 Lappen mit fein gezähnten Rändern und spitzen Enden. Männliche und weibliche Hopfenblüten sind jeweils auf getrennten Pflanzen zu finden. Die männlichen Blüten wachsen an 7,5 bis 12,5 cm langen Rispen. Die weiblichen Blüten (Samenzapfen) ähneln einem kleinen Kiefernzapfen. Die Blüten sind 3,75 bis 7,5 cm lang und haben überlappende gelblich-grüne Hüllblätter mit einer kleinen Frucht (Achäne) an der Basis. Die Blüten haben einen süßlichen Geruch.

Das erste an was ich denke wenn ich Hopfen höre, ist das Bier und so passt auch der nächste Satz aus meinem schlauen Buch: Wenn nach einem langen Tag alle Knochen weh tun, der Schlaf aber trotzdem auf sich warten lässt, hilft ein Aufguss (also kein Bier 😄) von Hopfen, um sich zu entspannen. Der Alkoholgehalt im Bier macht nämlich wieder genau das Gegenteil, er lässt einen unruhig schlafen.

Pharmazeutisch verwendete Drogen umfassen die Hopfenzapfen (Lupuli flos), die getrockneten weiblichen Blütenstände, sowie die Hopfendrüsen (Lupuli glandula), ein grüngelbes, klebriges Pulver, das aus den Drüsenhaaren der Fruchtstände gewonnen wird und aromatisch riecht, sowie würzig bitter schmeckt. Hopfendrüsen werden durch das Ausklopfen der Hopfenzapfen erhalten und können in gepresster Form als Hopfenhasch zum Räuchern oder Rauchen verwendet werden.

Zubereitungen aus Hopfenzapfen werden seit dem 18. Jahrhundert als Einschlaf- und Beruhigungsmittel verwendet und sind im Handel als Hopfenextrakte erhältlich, oft in Kombination mit anderen pflanzlichen Sedativa wie Baldrian. Die Wirksamkeit wurde von der Kommission E des BfArM bestätigt. Hopfen hat eine beruhigende Wirkung, da seine Bestandteile an Melatonin-Rezeptoren binden und schlafinduzierende Effekte hervorbringen, indem sie die Körpertemperatur senken, was den Schlafprozess initiiert. In Kombination mit Baldrian ergänzen sich ihre schlaffördernden Eigenschaften.

Hopfen kann man gut mit anderen Kräutern mischen. Bei Altersbeschwerden mischt man mit Weißdorn, Baldrian, Mistel oder Knoblauch und in einem Blutreinigungstee mit Brennnessel, Löwenzahn, Birke oder Gundelrebe.

Die Triebspitzen kann man als Salat essen und aus den jungen Hopfensprossen kann man spargelähnliches Gemüse kochen.

Hildegard von Bingen: Der Hopfen hält mit seiner Bitterkeit Fäulnisse von den Getränken fern, denen er beigegeben wird. er wirkt, dass die Melancholie im Menschen zunimmt und macht etwas traurig.

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Bild: Wikipedia, Luc.T from Buggenhout, België, CC BY-SA 2.0

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