Hauswurz (Sempervivum tectorum)

Wirkung:

kühlend, erweichend, erfrischend, brand- und schmerzstillend, entzündungshemmend, wundheilend, krebsfeindlich, wurmtreibend, krampflösend, fiebersenkend, hautfreundlich

Anwendungsbereiche:

Impotenz, schlecht heilende Wunden, bei beginnender Blutvergiftung, bringt Linderung bei schmerzhafter Gürtelrose, Scheidenzysten, Schleimgeschwülsten (Hygromen) an Knie, Zehen oder Handgelenken, Verstauchungen, Stoß- und Schlagverletzungen, Brechreiz, septische Angina, entzündete Schleimhäute im Mundbereich, Hühneraugen, Zahnfleischentzündungen, Zahnweh, Sommersprossen, lästige Gesichtsflecken, Schuppenflechte, Psoriasis, Mittelohreiterung

Verwendete Pflanzenteile:

ausgewachsene Blätter

Sammelzeit:

das ganze Jahr

Zu finden:

Streng geschützte Pflanze, außerhalb von Gärten kaum noch zu finden, eventuell an trockenen Stellen im Gebirge.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Schleimstoff, Apfelsäure, Bitterstoffe, Harz, Zucker, Isozitronensäure, Ameisensäure, Vitamin C, Tannine

Sonstiges:
☕ Tee: 3 bis 4 Blätter aufkochen und abseihen. Jede Stunde einen Löffel nehmen, bei Brechreiz. Der Tee hilft auch bei septischer Angina, entzündeten Schleimhäuten im Mundbereich und Zahnfleischentzündung.

Hauswurz wächst mit offenen Rosetten von 5 bis 7 Zentimeter Durchmesser und bildet kräftige Ausläufer. Die dunkelgrünen bis glauk Laubblätter sind lanzettlich bis eiförmig und zeigen vielfältige Färbungen. Die Blattspreite ist 20 bis 60 Millimeter lang und besitzt eine aufgesetzte Spitze, die auffällig weißen Wimpern haben keine Drüsenköpfchen. Bei der Varietät Sempervivum tectorum var. tectorum sind die Blattflächen kahl oder nur spärlich behaart, während Sempervivum tectorum var. arvernense kurzdrüsig-flaumhaarige Blattflächen aufweist. Die Blütentriebe erreichen 20 bis 60 Zentimeter, oft weniger in Gebirgen, und der Blütenstand besteht aus 40 bis über 100 Einzelblüten. Die meist zehn- bis dreizehnzähligem Blüten haben eine variable Kronblattzahl und sind in den Farben weißlich, rosafarben oder purpurfarben mit bewimperten und flaumhaarigen Basen. Die Staubfäden sind leuchtend rotpurpurfarben, der Griffel zeigt einen purpurfarbenen Ton und der Fruchtknoten ist grün und drüsenflaumig.

Karl der Große verlangte ausdrücklich, dass jeder Bauer seine Hauswurz am Dach habe, damit er vom Blitzschaden verschont bleibe.

Hauswurz ist ein bewährtes Aphrodisiakum.

Hildegard von Bingen: Wenn ein Mann die geschlechtliche Begierde fehlt, soll er Hauswurz in Ziegenmilch einlegen, bis diese ganz von der Milch durchtränkt ist. Dann soll er sie in dieser Milch kochen und einige Eier zufügen, sodass es eine Speise wird, die er drei Tage essen soll.

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Ein Kommentar zu “Hauswurz (Sempervivum tectorum)

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