Hauhechel, Dorniger (Ononis spinosa)

Wirkung:

harntreibend, mild wassertreibend, blutreinigend, steinlösend, hustenstillend

Anwendungsbereiche:

Rheuma, Hautleiden, Harn- und Nierengrieß, Nieren- und Blasenleiden, chronischem Gelenksrheumatismus, Gicht, Harnsteinen, Schwächezuständen der Blase, Feigwarzen, Herpes simplex, Herpes zoster, Halsleiden, bei leicht blutendem und wundem Zahnfleisch, Zahnweh, Husten

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, dorniges, junges Kraut

Sammelzeit:

Frühjahr und Herbst

Zu finden:

Häufig auf sonnigen, trockenen Plätzen, an Weg- und Feldrändern, an Böschungen und auf Brachland, Hauhechel ist ein Tiefwurzler, der in Symbiose mit stickstoffbildenden Bakterien lebt (wie Erbsen).

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Ononin, Trifolirhizin, fettes Öl, ätherisches Öl, Zucker, Harz, Gummi, Stärke, Eiweiß, Zitronensäure, Sitosterin

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel der Droge werden mit 1/4 Liter heißem, aber nicht kochendem Wasser übergossen und 1/2 Stunde ziehen gelassen. Abseihen und 2 Tassen pro Tag trinken. Auf keinen Fall kochen, die Wirkstoffe verdampfen mit Wasser und gehen schnell verloren.

Der Dornige Hauhechel ist ein Halbstrauch, der 10 bis 60 cm hoch wird, manchmal bis zu 80 cm. Er hat eine kräftige Pfahlwurzel, die bis zu 50 cm in den Boden reicht. Die Sprossachsen sind verzweigt, am Grund verholzt und oben krautig. Sie sind unterschiedlich behaart, mit langen oder kurzen Drüsenhaaren, die meist zweireihig angeordnet sind. Die Zweige können Dornen haben oder auch nicht. Die Blätter sind wechselständig, mit einem sehr kurzen Blattstiel und meist dreizählig gefiedert. Die Teilblätter sind unterschiedlich geformt, oval oder elliptisch. Die Blütezeit reicht von April bis September, mit 1 bis 3 Blüten an den Kurztrieben, die in traubigen Blütenständen stehen. Die Blüten sind fünfzählig, mit glockenförmigen Kelchblättern und rosafarbenen oder weißen Kronblättern. Die Samen sind nierenförmig und haben eine warzige Samenschale.

Die Dornige Hauhechel wird gelegentlich mit der Kriechenden Hauhechel (Ononis repens) und der Acker-Hauhechel (Ononis arvensis) zur Artengruppe Ononis spinosa agg. zusammengefasst. Die Zuordnung einzelner Exemplare zu den einzelnen Arten ist zuweilen fast unmöglich, da es Übergangsformen zwischen ihnen gibt.

Nicht alle Hauhechel Pflanzen haben gute Heileigenschaften, die vom Saponingehalt des einzelnen Gewächses abhängt. Manche Pflanzen enthalten wenig oder ein Saponin.

Bei Hauhechelanwendungen braucht der Körper zusätzliche Flüssigkeit zum Ausscheiden.

Wer eine Hauhechelkur machen möchte, sollte diese nur für 2 Wochen machen, da man sonst nichts mehr von der Wirkung spürt. Nach einer Pause von 2 Wochen kann eine neue Kur begonnen werden.

In der Küche sind die Blüten eine leckere Dekoration für verschiedenste Speisen. Solange die jungen Triebe noch keine Dornen ausgebildet haben, können sie als Gewürz für Gemüsegerichte verwendet werden. Die Wurzel ist Bestandteil in verschiedenen Spirituosen.

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Bild: Wikipedia, Michael Becker, CC BY-SA 3.0

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