Hafer (Avena sativa)

Wirkung:

magenschonend, darmschonend, nierenwirksam, wassertreibend, cholesterinsenkend, wundheilend

Anwendungsbereiche:

Magen- und Darmerkrankungen, Leber-, Nieren- und Blasenerkrankungen, Rekonvaleszenz als Heilnahrung, fördert die Festigkeit der Knochen und die Blutbildung, Cholesterinspiegel senkend, Nervenschwäche, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, geistige, seelische und körperliche Erschöpfungszustände, Senkung des Harnsäurespiegels, Herz- und Kreislaufmittel, Rheuma, Hexenschuss, Gicht, Hauterkrankungen, Stoffwechselstörungen, Frauenkrankheiten, Neurodermitis

Verwendete Pflanzenteile:

Früchte, grüne Halme

Sammelzeit:

Frühling bis Herbst

Zu finden:

Ackerpflanze

Inhaltsstoffe:

Eiweiß, Phytosterine, Kieselsäure, Linolsäure, Polysacharide, Steroide, Flavonoide, fettes Öl, Vitamine der B-Gruppe, Mineralstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel getrockneter Hafer wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen, 15 Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Man trinkt 3 Tassen täglich über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

Saat-Hafer ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Meter erreicht, mit aufrechten oder gekniet-aufsteigenden, glatten und kahlen Halmen, die 4 bis 8 Knoten haben. Die Ligula ist 3 bis 5 Millimeter lang, die Blattspreiten sind 5 bis 15 (bis 20) Millimeter breit und bis 45 Zentimeter lang. Dieses Rispengras hat einen 15 bis 30 Zentimeter langen, allseitswendigen Blütenstand mit sanft nach unten neigenden Rispen, die am oberen Ende Ährchen mit zwei bis drei Blüten tragen. Die Hüllspelzen sind 20 bis 30 Millimeter lang, siebennervig und lanzettlich, während die Deckspelzen 12 bis 24 Millimeter lang sind und am oberen Ende eingekerbt mit zwei spitzen Seitenlappen. Die Staubblätter sind 2,5 bis 4 Millimeter lang. Die spindelförmigen Körner sind bei der Reife mit der Deckspelze und der Vorspelze fest verwachsen.

Haferflocken eignen sich zur Bereitung von Schonkost und Diätnahrung. Hafer enthält mehr Kieselsäure als alle anderen Gräser und ist reich an B-Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffe.

Hafermehl oder zerriebene Haferflocken sind die beste Grundlage für Schönheitsmasken. Man mischt je nach Hauttyp Honig oder Öl (für trockene Haut), Eiweiß (für fettige Haut), Beeren (zur Straffung), Milch (zur Ernährung) oder Kräutertees mit dem Hafer, bis eine streichfähige Paste entsteht, die auf dem Gesicht mindestens 1/2 Stunde einwirken soll.

Für ein Vollbad kocht man 3 Handvoll Haferstroh in 3 Liter Wasser etwa 15 Minuten aus und fügt die abgeseihte Flüssigkeit dem Badewasser zu. Das Haferstrohbad ist bei Rheuma, Hexenschuss und Gicht zu empfehlen. Ebenso bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Erschöpfung, Stoffwechselstörungen und Frauenleiden.

Hildegard von Bingen: Der Hafer ist eine beglückende gesunde Speise, er bereitet frohen Sinn und klaren Verstand. Für jene aber, die sehr kalt und krank sind, ist er nicht bekömmlich, weil der Hafer immer Wärme sucht.

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