Moschus-Malve (Malva moschata)

Wirkung:

entzündungshemmend, adstringierend, schleimlösend, harntreibend, erweichend, abführend

Anwendungsbereiche:

Prellungen, Entzündungen, Insektenstiche, Erkrankungen der Atemwege, Husten, Bronchitis, Entzündung des Verdauungstraktes, Magen- und Darmentzündung, Entzündungen des Harnwegs, Blasenentzündung, als Abführmittel, Frauenleiden, Wunden

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten, Blätter, Wurzel, Samen

Sammelzeit:

Juni bis Oktober

Zu finden:

Auf Unkrautfluren und Frischwiesen.

Inhaltsstoffe:

Anthocyanglykoside, Ätherische Öle, Chlorogensäure, Gerbsäure, Gerbstoffe, Kaffeesäure, Malvin, Polyphenole, Schleimstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kraut wird mit 250 ml lauwarmen Wasser übergossen, 5 bis 8 Stunden ziehen lassen, in der Zeit ab und zu umrühren, abseihen. Nicht aufkochen.

Die Moschus-Malve ist eine mehrjährige Pflanze, die 20 bis 60 Zentimeter hoch wird. Ihre oberen Blätter sind in fünf bis sieben schmale Abschnitte geteilt, während die unteren Blätter grob handförmig geteilt sind. Im Gegensatz zur Rosen-Malve hat die Moschus-Malve (verzweigte) Sternhaare nur an den Kelchblättern. Die Blütenstände haben ein bis drei Blüten, die nach Moschus riechen. Diese zwittrigen Blüten sind fünfzählig und haben einen Kelch mit linealischen bis lanzettlichen Außenkelchblättern von 1 bis 1,5 Millimeter Breite. Die fünf weißen bis weißrosafarbenen Kronblätter sind 2 bis 2,5 Zentimeter lang. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer Röhre verwachsen, die den Stempel umgibt.

🛑 Wenn die Pflanze auf stickstoffreichen Böden wächst (und insbesondere wenn diese anorganisch genutzt werden), neigt sie dazu, hohe Nitratkonzentrationen in ihren Blättern anzureichern.

In der Küche können die Blätter roh oder gekocht gegessen werden, zum Beispiel in Salaten. Die Blüten sind eine essbare Dekoration in verschiedenen Speisen.

Die Moschus-Malve hat ähnliche Eigenschaften wie die Echte Malve (M. sylvestris) und die Eibischpflanze (Althaea officinalis), gilt aber als minderwertiger.

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