Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)

Wirkung:

wundheilend, stoffwechselanregend, lithontripisch

Anwendungsbereiche:

regt den Stoffwechsel an, Epilepsie, Hysterie

Verwendete Pflanzenteile:

die ganze Pflanze

Sammelzeit:

April bis August

Zu finden:

Auf sonnigen Wiesen und an Wegrändern.

Inhaltsstoffe:

Asperulosid, Glykoside, Lab-Enzym, wenig ätherisches Öl, Gerbstoffe

Sonstiges:

Wiesen-Labkraut wächst 30 bis 100 cm hoch und hat einen vierkantigen, kahlen Stängel. Die Blätter sind 1 bis 2,5 cm lang, dünn und in Quirlen angeordnet. Oben am Stängel befinden sich mehrere blütenähnliche Teilstände, die einen lockeren, pyramidenförmigen Gesamtblütenstand bilden. Die kleinen, weißen Blüten haben einen Durchmesser von 2 bis 3 mm und eine spitze Form. Die Blütenstiele sind 3 bis 4 mm lang und stehen nach dem Blühen schräg ab. Das Kleine Wiesen-Labkraut ist ein Hemikryptophyt mit unterirdischen Ausläufern und blüht von Mai bis Juli.

Die Wurzeln dienten früher zur Herstellung von roter Farbe für Textilien.

Das Wiesen-Labkraut enthält das Enzym Lab, das für die Käseherstellung wichtig ist.

Wiesen-Labkraut ist in der Küche vielseitig verwendbar. Im Frühjahr schmecken die jungen Blätter, die roh als auch gekocht verwendet werden. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Rucola und Kopfsalat. Sie werden für Pestos, Salate, Smoothies, Suppen und Soßen eingesetzt. Die weißen Blüten haben einen süßlich bis honigartigen Duft. Sie können zur Dekoration von Speisen und zum Aromatisieren von Getränken verwendet oder zu Gelee, Sirup und Desserts weiterverarbeitet werden. Die Samen können geröstet ein aromatischer Kaffeeersatz sein.

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