Giftig
Wirkung:
entzündungshemmend, antiinfektiös, schleimlösend, krampflösend, leicht narkotisch
Anwendungsbereiche:
Von einer Selbstanwendung wird abgeraten, es gibt bessere Pflanzen.
Hautinfektionen, Wunden, Ausschläge, Insektenstiche, Verbrennungen, Prellungen, Schuppenflechte, Karpaltunnel, Arthritis, schmerzende Muskeln und Gelenke, Bronchitis, Asthma, Tuberkulose, beruhigt das Nervensystem, Kopfschmerzen, Schwindel, nervöse Zustände, Epilepsie, Krämpfe
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Blätter
Sammelzeit:
Frühjahr
Zu finden:
In Nordamerika, in feuchten, sumpfigen Gebieten, entlang von Fließgewässern und anderen etwas feuchten Gebieten in Höhenlagen von 0 bis 1400 Metern.
Inhaltsstoffe:
Kalziumoxalatkristalle
Sonstiges:
Amerikanischer Stinktierkohl wächst als sommergrüne, krautige Pflanze. Als eines der ersten Pflanze die im Frühjahr blühen, wächst sie niedrig am Boden. Die leuchtend gelben Spatel erscheinen von Februar bis Mai um die Blütenähren. Die glänzenden, großen, wachsgrünen Blätter erscheinen nach den Blüten und können einen fauligen Geruch haben. Der Stiktierkohl oder auch Amerikanischer Riesenaronstab, zieht Fliegen an, was die Bestäubung erleichtert. Die Blätter sind groß und können bis zu einige Meter lang werden.
🛑 Stinktierkohl enthält große Mengen an Kalziumoxalat, einem Giftstoff, der bei Verzehr sehr reizend ist. Kalziumoxalat wird durch Kochen oder durch Trocknen und Lagern der Pflanze zerstört. Überhöhte Dosen von Stinktierkohl können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen und Kopfschmerzen hervorrufen. Manche Menschen können allergisch auf Stinktierkohl reagieren. Die frische Pflanze ist äußerst reizend und kann beim Berührung Juckreiz, Blasenbildung und Rötung der Haut hervorrufen. Bei unsachgemäßer Behandlung kann die Pflanze den Mund- und Rachenraum reizen. Bitte niemals roh essen, sondern kochen wie beschrieben. Es gibt aber bessere Pflanzen für die oben genannten Anwendungsbereiche.
Bei der Ernte sollten Handschuhe getragen werden, da die Haut gereizt reagieren kann. Das Kraut sollte mehrere Tage lang gekocht werden, dabei immer wieder das Wasser austauschen und mindestens 3 Tage lang kochen, oder trocknen und lagern für mindestens 6 bis 8 Wochen, bevor der Stinktierkohl genutzt werden kann. Durch das Kochen oder Trocknen werden bei dieser Pflanze die Kalziumoxalatkristalle zerstört.
Die beeindruckende Art, die durch Größe und auffällige Blüten besticht, kann große Flächen dicht bedecken und seltene Arten wie Torfmoose, Lebermoose oder Orchideen verdrängen (Bioinvasion). Sie wächst langsam, erreicht ein Alter von bis zu 80 Jahren und hat bisher keine Fernausbreitung gezeigt (bekannte Vorkommen stammen von Ansalbungen oder aus Gärten), wodurch der Amerikanische Stinktierkohl eine besondere Rolle unter den meist raschwüchsigen invasiven Neophyten einnimmt.
Der Amerikanische Stinktierkohl ist 2016 in die „Liste der unerwünschten Spezies“ für die Europäische Union aufgenommen worden. (Wikipedia)
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