Springkraut (Impatiens)

Leicht giftig

Wirkung:

harnteibend, bakterientötend, abführend

Anwendungsbereiche:

Als Brechmittel, um den Organismus von Schlacken zu reinigen, säubern von frischen Verletzungen, Wunden, entzündete Stellen der Haut, Hämorrhoiden

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten, Blätter und Stängel vor der Blüte (Blütezeit: Juli, August)

Sammelzeit:

Juli, August

Zu finden:

In Auwäldern, an Bach- und Flussufern oder in der Nähe von Teichen. Springkräuter sind in Afrika, Eurasien und Nordamerika heimisch.

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe, Glykoside, Tannine

Sonstiges:

☕ Tee: 1 schwachen Teelöffel getrocknetes Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, aufkochen lassen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen und bis 2 Tassen täglich trinken.

Impatiens-Arten sind meist einjährige oder mehrjährige krautige Pflanzen, die zwischen 5 cm und 2,5 Metern groß werden. Ihr Stängel ist oft fleischig oder sukkulent, und einige Arten entwickeln holzige Stämme. Die Laubblätter sind einfach und meistens gezähnt oder gesägt. Häufig gibt es extraflorale Nektarien am Blattstiel, während Nebenblätter oft fehlen oder zu Drüsen reduziert sind. Die Blüten sind zwittrig, fünfzählig, zygomorph und oft resupinat. Der Kelch hat fünf oder drei freie Kelchblätter; bei vielen Arten sind zwei stark reduziert oder fehlen ganz. Ein Kelchblatt verwandelt sich häufig in einen blütenblattartigen Sporn, wo Nektar produziert wird. Nur eine Gruppe madagassischer Arten hat diesen Sporn verloren. Die Krone hat fünf Kronblätter, wobei die seitlichen miteinander verwachsen sind. Es gibt einen Kreis mit fünf Staubblättern, die zusammen eine „Kappe“ bilden. Der Griffel ist kurz oder fehlt und endet in einer bis fünf Narben. Anfangs ist die Blüte männlich (protandrisch); nach einigen Tagen fallen die Staubblätter ab und die weibliche Phase beginnt, um Selbstbestäubung zu vermeiden. Die Kapselfrüchte reißen bei Berührung explosionsartig auf und schleudern die Samen aus. Der botanische Name Impatiens bedeutet „ungeduldig“. Die Gattung hat eine große Vielfalt an Blütenformen. Man unterscheidet traditionell zwei Blütentypen: einen mit sackförmigem Sporn und einen mit fadenförmigem Sporn. In Madagaskar gibt es viele Arten ohne Sporn und einige mit zwei Sporn. Es ist besser, die Arten nach Bestäubergruppen wie Bienen und Hummeln, Schmetterlingen und Nektarvögeln zu klassifizieren. Einige madagassische Arten zeigen zudem obligatorische Kleistogamie. Die meisten Arten benötigen jedoch Bestäuber, um genügend Samen zu produzieren, sind aber oft selbstkompatibel. Einige Arten in gemäßigten Breiten und tropischen Regionen können kleistogame Blüten bilden, wenn Licht oder Nährstoffe fehlen.

Es gibt weltweit etwa 1000 Arten verschiedene Springkrautarten. Alle Arten sind leicht giftig. Die heimischen Arten haben Explosionsfrüchte, die auf kleinsten Druck ihre Samen bis zu 30 Meter weit fortschleudern.

Die 18. Bachblüte ist das Drüsendtragende Springkraut (Impatiens glandulifera) oder das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera). Die Blüte der Zeitlosigkeit hilft wenn man ungeduldig mit sich oder mit anderen ist, wenn einem nichts schnell genug gehen kann.

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