Schwertlilie, Deutsche (Iris germanica)

Wirkung:

harntreibend, hustenlindernd, reizmildernd

Anwendungsbereiche:

Schnupfen, Husten, Blasenleiden, Wassersucht, Flecken in den Augen, Schweißbildung, Ischias, Trigeminusschmerzen, Abszessen, Zystitis, Hepatitis, schwieriger Menstruation, Migräne

Verwendete Pflanzenteile:

den 2- bis 4-jährigen Wurzelstock

Sammelzeit:

August bis Oktober

Zu finden:

Streng geschützte Pflanze! Ansonsten Gartenpflanze.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Gerbstoff, Stärke, ätherisches Öl, Schleim

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel geschnittene Wurzel wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser aufgesetzt und kurz aufgekocht, dann 10 Minuten ziehen gelassen. 2-mal täglich eine Tasse trinken.

Die Deutsche Schwertlilie ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die zwischen 30 und 80 Zentimetern hoch wird. Der aufrechte, runde Stängel ist wenig verzweigt. Die Laubblätter sind zweizeilig angeordnet. Die Hochblätter haben einen trockenen Rand. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig und das äußere Perigon ist dunkel, während das innere hellviolett (selten gelb) ist und am Grund geadert. Der Bart auf dem äußeren Perigon ist gelb. Die Staubblätter sind gleich lang wie die Staubbeutel. Jede Blüte hat drei lange, nach unten gebogene „Hängeblätter“ und drei kürzere „Domblätter“, die aufrecht stehen. Über den Bärten sitzen die Narbenlappen mit blütenblattähnlichen Ästen, die sich auf die Hängeblätter legen und je ein fertiles Staubblatt enthalten. An der Basis wird Nektar produziert. Jede Blüte hat drei solcher Komplexe, die getrennt angeflogen und bestäubt werden können, sodass jedes Samenfach des dreiteiligen Fruchtknotens getrennt befruchtet wird.

Eine Heilwirkung ist nicht nachgewiesen, aber volksheilkundlich wird sie verwendet.

Die Schwertlilienwurzel riecht nach Veilchen und wird in kosmetischen Erzeugnissen wie in Zahnpulvern, Waschmitteln und in der Likör- und Tabakindustrie verwendet. Das ätherische Öl was aus der Wurzel gewonnen wird, nutzt man als „Veilchenwurzelöl“. Das Irisöl wird in ganz kleinen Dosen für hochwertige Parfüms oder zur Aromatisierung von Lebensmitteln, Likören, Süß- und Backwaren verwendet. Außerdem wird das getrocknete Rhizom in kleinen Stücken als Zahnungshilfe bei Babys genutzt.

Ähnlich zu verwenden wie die Schwertlilie ist die gelb blühende Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus). Sie wächst manchmal als Uferpflanze und auf überschwemmten Wiesen.

Hildegard von Bingen: Nehme Saft von den Blättern der Schwertlilie und bereite mit Fett eine Salbe daraus. Diese hilft, wenn am Körper unreine Stellen sind.

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Bild: Wikipedia, H. Zell, CC BY-SA 3.0

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