Wirkung:
blutreinigend, auswurffördernd, geschwulstmindernd, milzreinigend, magenstärkend
Anwendungsbereiche:
Innere Verletzungen, Tuberkulose, Lunge, Knochen und Gelenke, Wunden, Husten, Bronchialleiden, Erkrankungen der Lunge, Darmparasiten, Durchfälle, Hämorrhoiden, Leber- und Galleprobleme, Drüsenentzündungen, Drüsenschwellungen, Geschwüre, Nasenpolypen, Abszessen der Haut
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut
Sammelzeit:
Juni bis August
Zu finden:
Manchmal findet man den Salbeigamander in lichten Mischwäldern, auf Kahlschlägen, Waldlichtungen oder Heidegebieten. Ist regional geschützt.
Inhaltsstoffe:
Anthrachinone (Farbstoffe), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel Kraut in 1/2 Liter kaltem Wasser ansetzen, über Nacht (mindestens 8 Stunden) stehen lassen, abseihen und über den Tag verteilt schluckweise trinken. Heiß zubereiteter Tee schmeckt sehr bitter. – Tagesmenge, mehr sollte man nicht trinken am Tag.
Der Salbei-Gamander ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 30 bis 60 Zentimeter hoch wird und unterirdische Ausläufer besitzt. Der Stängel ist meist verzweigt und kurz behaart. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert, wobei der Blattstiel 1 bis 2 Zentimeter lang ist. Die einfache Blattspreite ist 3 bis 7 Zentimeter lang und hat einen herz-eiförmigen bis länglichen Grund mit einem stark gesägten Rand. Die Blütezeit reicht von Juli bis September, die Blüten sitzen einzeln oder paarweise in Achseln kleiner Hochblätter und bilden einen lockeren Blütenstand. Die Blüten sind zygomorph und haben eine doppelten Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig und helmförmig, während die Krone blass-grünlich-gelb und rötlich gefärbt ist. Die Klausenfrucht zerfällt in Klausen, die klein und nahezu glatt sind.
Hildegard von Bingen: Der Salbeigamander ist warm und fett, und er nützt gegessen oder getrunken weder dem Menschen noch dem Vieh, weil er den Schleim und die Krätze flieht. Er fällt ins Blut und vermindert und verdünnt es.
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