Passionsblume, Winterharte (Passiflora incarnata)

Wirkung:

beruhigend, nervenstärkend, schlaffördernd, blutdrucksenkend, angstlösend, krampflösend

Anwendungsbereiche:

Einschlafstörungen, zur Beruhigung, während der Wechseljahre, bei Wetterfühligkeit, Kopfschmerzen, bei schneller Reizbarkeit und sich leicht ärgert, innere Unruhe, Spannungsgefühle, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Ein- und Durchschlafstörungen

Verwendete Pflanzenteile:

blühende Ranken

Sammelzeit:

August bis September

Zu finden:

Ausgewildert kommt die Passionsblume selten vor. Bei uns gibt es sie als Kübelpflanze und blüht vom Frühsommer bis Herbst. Passionsblumen sind überwiegend im tropischen und subtropischen Südamerika sowie in Mittel- und dem südlichen Nordamerika beheimatet. Weitere Arten gedeihen in Australien, Asien und Madagaskar.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Vitexin, Gerbstoffe, Cumarine, Umbelliferon

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Blüten werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und dann nach kurzer Zeit abgeseiht.

Die Winterharte Passionsblume ist ein immergrüner Kletterstrauch, dessen Stängel an jungen Teilen grün und an älteren eher grau ist. Die Triebe erreichen Längen von 2 bis 6 Meter. Runde, glatte Sprossranken unterstützen die Pflanze. Die Laubblätter sind tief dreiteilig und etwa 6 bis 15 Zentimeter groß. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und erreichen einen Durchmesser von 6 bis 8 Zentimeter, meist in blassrosa, aber auch in anderen Farben. Der Fruchtknoten ist oberständig und die Früchte sind ovale, gelbliche Beeren, die zwischen 4 und 10 Zentimetern lang sind. Die Reifung dauert etwa zwei bis drei Monate, und die essbare Pulpa umhüllt zahlreiche dunkelbraune, gepunktete Samen.

🛑 Das in Passiflora incarnata nachgewiesene cyanogene Glykosid Gynocardin wurde bisher in keiner anderen Passionsblumenart gefunden, ist jedoch in unbedenklich geringer Menge enthalten. Daraus freigesetzte Blausäure konnte nicht nachgewiesen werden. Frühere Studien stuften die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Früchte als giftig ein. Dies beruhte auf der Annahme eines toxikologisch relevanten Gehaltes an Haman-Alkaloiden, die sich jedoch als nicht haltbar erwies. Als toxische Inhaltsstoffe kommen bei einigen Passionsblumenarten zwar hohe Gehalte an cyanogenen Glycosiden vor; bei Passiflora incarnata konnte aus dieser Stoffgruppe jedoch lediglich Gynokardin in einer unbedenklich geringen Konzentration nachgewiesen werden. Berichte über Vergiftungen beim Menschen durch Bestandteile der Pflanze sind nicht bekannt. (Wikipedia)

Als Nahrungsmittel besitzt die Art heute keine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung, anders als beispielsweise Passiflora edulis.

Die Frucht der Passiflora edulis, die sogenannte Maracuja hat keinerlei beruhigende Eigenschaften. Sie schmeckt aber super in Getränken und Jogurt.

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