Myrte (Myrtus communis)

Wirkung:

hustenstillend, zusammenziehend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Blasenentzündung, Prostatabeschwerden, Durchfall, Bronchitis, Asthma, chronischem Schnupfen, Atemwegserkrankungen, unreiner Haut, Akne, Entzündungen der Intimzonen, Juckreiz der Scheide, Hämorrhoiden, Schuppen, Zahnfleischentzündung, Zahnfleischbluten

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Juni, Juli

Zu finden:

Im Mittelmeerraum kommt dieser Strauch massenhaft vor, ist aber bei uns nicht winterhart. Das Verbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum, die Azoren und reicht östlich bis Pakistan.

Inhaltsstoffe:

ätherische Öle, Myrtenol, Geraniol, Limonen, Pinen, Gerbstoffe, Harze

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Blätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. 1 bis 2 Tassen täglich sind ausreichend.

Die Myrte ist ein immergrüner, verzweigter Strauch, der bis zu 5 Meter hoch werden kann. Die Rinde älterer Zweige ist kahl, während junge Zweige drüsig behaart sind. Die Laubblätter sind meist gegenständig, kurz gestielt, dickledrig und eiförmig bis elliptisch, mit einer Länge von 1 bis 5 Zentimetern. Sie sind dunkelgrün und glänzend auf der Oberseite, während die Unterseite heller ist. Die Blütenzeit reicht von Mai bis August, die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln und sind bis zu 3 Zentimeter groß. Die Blüten haben dreieckige Kelchblätter und meist weiße, verkehrt-eiförmige Kronblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig, und die Beerenfrüchte sind bei Reife blau-schwarz und etwa 1 Zentimeter groß mit nierenförmigen Samen.

Räuchern mit Myrte wird zur Reinigung und Läuterung von Räumen und den darin lebenden Personen genutzt, besonders vor einem Ritual oder vor der Meditation.

Myrte wird in der orientalischen Küche häufig als Gewürz verwendet. Er hat eine gewisse Bitterkeit, am ehesten kann man den Geschmack zwischen Lorbeerblatt und Rosmarin einstufen. Sparsam würzen kann man damit Suppen, Fleisch und Fisch. Einige Blättchen gehören auch in Kräuteransätze, wie zum Beispiel in Essig oder Kräuterliköre. In Italien wird Myrte als Feuerholz verwendet, über dem man Fleisch oder Fisch grillt. Der aufsteigende Rauch würzt das Grillgut.

Die Beeren des Strauchs sind etwa 10 mm groß, viel kleiner als die Blüten, die bis zu 3 cm groß werden. In Griechenland werden sie gemeinsam mit getrockneten Feigen gegessen.

Durch das ätherische Öl der Blätter, das stark sekretionsfördernd wirkt, hat die Pflanze Bedeutung bei der (medizinischen) Behandlung der Atemwege und dient zur Appetit-Anregung.

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