Wirkung:
nierenunterstützend, harntreibend, entschlackend, blutreinigend
Anwendungsbereiche:
bei Diäten als Abmagerungshilfe, Nieren- und Blasensteine, hilft der Leber die angesammelten Gifte besser auszutreiben, senkt den Blutdruck, senkt die Blutzuckerwerte, Ödeme, Blasenentzündung, Hepatitis, Magenschmerzen, Rheuma, Gicht, Magenleiden, innerer Unruhe, hohem Cholesterinspiegel
Verwendete Pflanzenteile:
Maisbart, Kolben
Sammelzeit:
Juni bis August, Kolben im September und Oktober
Zu finden:
Beim Biobauern auf dem Acker
Inhaltsstoffe:
Stärke, Fett, Eiweiß, Glykoside, Saponine, Vitamine, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Harz
Sonstiges:
☕ Tee: 5 Esslöffel (ca. 50 Gramm) getrocknete Maisgriffel mit 1 Liter Wasser zustellen und etwa 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, dann abseihen. Über den Tag verteilt alle 3 Stunden ein paar Schlucke trinken. Der Tee schmeckt etwas süß und soll nicht zusätzlich gezuckert werden.
Kulturmais ist eine robust gebaute, einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von einem bis drei Metern erreicht. Der runde Halm ist glatt und nicht oder selten verzweigt, hat einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und trägt zahlreiche Knoten, aus denen sprossbürtige Wurzeln wachsen, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme sowie der Standfestigkeit dienen. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und haben eine Länge von bis zu einem Meter. Kulturmais ist einhäusig getrenntgeschlechtig. An der Sprossspitze befinden sich die männlichen Blütenstände, während ein bis drei weibliche Blütenstände in den Blattachseln am unteren bis mittleren Halm wachsen. Diese Kolben sind von Hüllblättern umgeben und tragen Ährchen mit jeweils zwei Blüten, von denen nur eine voll entwickelt ist. Die Früchte sind Maiskörner, die je nach Sorte variieren können, und das Tausendkorngewicht beträgt 250 bis 400 Gramm.
🛑 Die Maisgriffel (auch Maisbart oder Maishaar genannt) sind giftig. In den Narben sind die Hauptwirkstoffe 0,85 % unbekannte Alkaloide. Vergiftungserscheinungen: Die Alkaloide bewirken nach dem Einatmen Erregungszustände, Delirien, bei längerer Einwirkung Erbrechen, Koliken und Durchfall.
Mais ist im Gegensatz zu den heimischen Getreidearten nicht biologisch vollwertig, denn ihm fehlen essenzielle Aminosäuren.
Der Rauch aus den angezündeten Maisgriffeln ist für die südamerikanischen Indianer ein Rauschmittel. Aus den Hüllblättern wird Zigarettenpapier hergestellt.
In der Küche findet man ihn allgegenwärtig, zum Beispiel in Polenta, als Maisstärke, im Puddingpulver, als Popcorn, Cornflakes, Erdnussflips, Tortillas oder als Maiskeimöl. Aus den Körnern wird Maisgrieß, -grütze und -mehl, aus den Keimlingen der Körner wird Keimöl gewonnen. Wer eine Glutenunverträglichkeit hat, kann auf Mais zurückgreifen.
Maisstärke dient als Pudergrundlage mit hohem Wasseraufnahmevermögen und als Hilfsstoff in der pharmazeutischen Technologie, z. B. bei der Tablettenherstellung, wodurch eine optimale Konsistenz und Stabilität der Arzneimittel gewährleistet wird. Das Maisöl verwendet man in Haut- und Körperpflegemitteln, wo es seine feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften entfaltet. Mit dem hohen Gehalt an Linolsäure und Vitamin E gilt das Maiskeimöl als wertvolles Speiseöl, das nicht nur zur Verbesserung der Ernährung beiträgt, sondern auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet, wie die Unterstützung der Herzgesundheit und die Förderung einer gesunden Haut.
| Bestandteile | |
|---|---|
| Wasser | 12,5 g |
| Eiweiß | 8,5 g |
| Fett | 3,8 g |
| Kohlenhydrate | 64,2 g |
| Ballaststoffe | 9,7 g |
| Mineralstoffe | 1,3 g |
| Mineralstoffe | Vitamine |
| Natrium 6 mg Kalium 295 mg Magnesium 90 mg Calcium 8 mg Mangan 415 µg Eisen 1,5 mg Kupfer 240 µg Zink 1,7 mg Phosphor 215 mg Selen 4–16 µg | Vitamin A 185 µg Gesamtcarotinoide 1300 µg Vitamin B1 360 µg Vitamin B2 200 µg Vitamin B3 1500 µg Vitamin B5 650 µg Vitamin B6 400 µg Folsäure 25 µg Vitamin E 2000 µg |
| essentielle und semi-essentielle Aminosäuren | |
|---|---|
| Arginin | 420 mg |
| Histidin | 260 mg |
| Isoleucin | 430 mg |
| Leucin | 1220 mg |
| Lysin | 290 mg |
| Methionin | 190 mg |
| Phenylalanin | 460 mg |
| Threonin | 390 mg |
| Tryptophan | 70 mg |
| Tyrosin | 380 mg |
| Valin | 510 mg |
Der physiologische Brennwert beträgt 1377 kJ je 100 g essbarem Anteil.
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