Granatapfel (Punica granatum)

Wirkung:

stoffwechselanregend, entzündungshemmend, entwurmend

Anwendungsbereiche:

ist ein starker Gegner der freien Radikalen, gegen frühzeitige Alterung, während der Wechseljahre, Leber, wehenhemmendes Mittel bei der Geburt, Würmer, als Abführmittel, zur Behandlung von Durchfall, Geschwüre

Verwendete Pflanzenteile:

Frucht, Blätter

Sammelzeit:

September, Oktober

Zu finden:

Bei uns im Einkaufsläden. Ägypten, Israel, Griechenland

Inhaltsstoffe:

Fruchtsäuren, Fettsäuren, Fruchtzucker, Flavonoide, viel Vitamin C

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel getrocknete Schale mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen und aufkochen lassen. Nach kurzer Ziehzeit abseihen und 1 Tasse täglich trinken.

Der Granatapfel ist ein kleiner Baum oder Strauch, der bis zu 5 Meter hoch und 3 Meter breit werden kann. Er hat kahl Blattteile und es gibt auch kleine Zwergformen, die bis zu 1,5 Meter hoch sind. Die Rinde ist rot-braun bis grau und wird im Alter schuppig. Die Blätter sind dunkelgrün, glänzend und asymmetrisch, während die jungen Blätter rötlich-grün sind und im Herbst gelb werden. Die Blütezeit ist im Frühling und Sommer mit geruchlosen Blüten, die einzeln oder in Gruppen an den Zweigen stehen. Die Blüten sind urnen- oder glockenförmig und variieren in Farbe. Die Fruchtknoten sind 8- bis 13-kammerig, und es gibt Zier-Granatäpfel in verschiedenen Farben. Die Frucht des Granatapfels hat einen Durchmesser von 5 bis 12 Zentimetern und kann bis zu 20 Zentimeter groß werden. Sie ist kugelig, anfangs grün und färbt sich später orangerot, rot, gelbgrün oder gelblich-braun. Diese spezielle Form wird als Balausta bezeichnet. Der Granatapfel ist eine Scheinfrucht, die aus Kelchblättern und dem Blütenboden gebildet wird. Das Mesokarp enthält Kammern mit Samen, die durch Membranen getrennt sind. Die Samen sind rot bis rosafarben oder gelblich-weiß und von einer saftigen „Samenhülle“ umgeben, die beim Drücken platzt. Die Frucht enthält etwa 200 bis 1000 Samen und reift nach der Ernte nicht nach. Die Zeit bis zur Fruchtreife beträgt etwa 130 bis 175 Tage.

🛑 Es kann Wechselwirkungen zwischen Granatapfelsaft und einigen Medikamenten geben. Die Inhaltsstoffe beeinträchtigen die Enzyme in Darm und Leber, die für den Abbau bestimmter Medikamente (wie Sildenafil oder Blutgerinnungshemmer wie Phenprocoumon/Warfarin) verantwortlich sind. Dadurch werden diese Medikamente langsamer abgebaut und können sich im Körper anreichern.

Für die Ägypter und Israeliten war der Granatapfelbaum heilig.

Granatapfel gilt als Liebessymbol, der Saft gehört in Liebestränken.

Granatapfel enthält unter seiner ledrigen Schale Samen, die mit einem gelartigen Mantel umgeben sind, der als Einziger essbar ist. Um den Saft zu gewinnen, muss man die Frucht entweder halbieren und die Hälften auslöffeln (dabei die Samen mit schlucken, das ist gesünder) oder sie auf einer festen Oberfläche mit starkem Druck rollen. Wenn es knackt, ist der Saft ausgetreten. Man sticht ein Loch in die Frucht, steckt einen Strohhalm durch und trinkt den Inhalt.

In der Küche kann man den Saft oder das Fruchtfleisch verwenden und zur Verfeinerung von Wildgerichten, Geflügelgerichten oder in Obstsalaten nutzen, oder es wird aus dem Saft ein Granatapfelwein hergestellt.

In der Kosmetikindustrie wird aus den Kernen eine Öl gepresst und findet vor allem dort Verwendung. Im Kern befinden sich spezielle Fettsäuren die für die Bildung von Hormonen (Prostaglandinen) im Körper sorgen. Die Hormone garantieren einen reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels. Das Öl wird innerlich und äußerlich verwendet, weil es die Faltentiefe reduziert.

Pulver und Tee sind während der Wechseljahre Spender von Phytohormonen.

Ein Sirup aus dem Saft der Frucht ist Grenadine, dieser spielt in der chinesischen und asiatischen Küche eine große Rolle. Wir kennen Grenadine Beigaben zu Puddings, Cremen oder Cocktails.

Energie je 100 g essbaren Anteil:
Wasser79,1 g
Eiweiß0,7 g
Fett0,6 g
Kohlenhydrate16,1 g
Ballaststoffe2,2 g

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