Feigenkaktus (Opuntia ficus indica)

Wirkung:

Blutzucker regulierend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

reguliert den Cholesterinspiegel und Blutzuckerspiegel, verbessert Harninkontinenz, Prostataleiden, Diabetes, glättet die Haut, Arthritis, Gelenkschmerzen, als Ausleitung für Giftstoffe, Muskelerschöpfung, Muskelkater, Schuppenflechte, Ekzeme, Nesselsucht

Verwendete Pflanzenteile:

junge Blätter, Schösslinge, Früchte

Sammelzeit:

Frühjahr bis November

Zu finden:

Auf den Mittelmeerinsel ist es möglich Feigenkaktus zu sammeln, auch in Frankreich, Spanien und Italien. Er wächst außerdem im Süden der Vereinigten Staaten und in Mexiko.

Inhaltsstoffe:

Pektin, Enzyme, Glycose, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Kalzium, Magnesium, Vitamin A, Vitamin C, Beta-Sitosterin

Sonstiges:

☕ Tee: 5 bis 10 Blüten (getrocknet oder frisch) in 1 Liter kochendem Wasser geben. Dann kurz aufkochen für etwa 2 bis 3 Minuten und anschließend etwas ziehen lassen. Abseihen und über den Tag verteilt trinken.

Der Feigenkaktus wird bis zu 5 m hoch und hat flache, abgerundete Blattpolster, die sich verzweigen. Die Blüte und später die Früchte wachsen direkt auf dem Blattpolster. Der gesamte Kaktus einschließlich der Frucht, ist mit zwei verschiedenen Arten von Stacheln besetzt. Es gibt große, feste Stacheln, die gut sichtbar sind, und kleine, haarähnliche Stacheln, die schwieriger zu sehen sind und sich leicht ablösen lassen. Diese kleineren Stacheln können sich in die Haut bohren, wenn man nicht vorsichtig ist. Die Einzelblüten sind groß, zweigeschlechtlich und gelb bis orangefarben. Die Frucht, Kaktusfeige genannt, ist eine Beere, die zahlreiche harte Samen enthält. Der Feigenkaktus ist in halbtrockenen und wüstenähnlichen Gebieten beheimatet und lässt sich leicht in Kübeln kultivieren.

Die Blattpolster als auch die Früchte sind essbar. Dazu schält man sie sorgfältig ab. Die Stacheln werden abgebrannt, wodurch die Schale verkohlt oder andere nutzen Sandpapier. Den Saft der Feigen kann man trinken und das Fruchtfleisch kann in Salaten, Tacos, Pfannengerichten und Suppen verwendet werden, oder man stellt daraus Marmelade und Likör her. Die Früchte sind sehr nahrhaft und haben einen süß-sauren Geschmack. Aus den getrockneten Samen wird Kaktusfeigenkernöl für Kosmetikprodukte und als Speiseöl gepresst.

Ein Feigenkaktus besteht aus 90 Prozent Wasser, das vor allem in den Blättern gespeichert ist. Dieses Wasser ist reichlich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die zum Großteil noch nicht erforscht sind.

Zum Heilmittel werden ausschließlich die jungen Blätter älterer Pflanzen oder Schösslinge verwendet.

Eine glättende Maske aus den frischen Blättern erhält man, wenn man sie im Mixer zerkleinert. Manchmal findet man Feigenkaktus in einigen Pflegeprodukten. Das Gewebe wird durch die Aminosäuren gut versorgt und lässt die Haut prall auffüllen.

Der Feigenkaktus wurde 2019 zum Kaktus des Jahres gewählt.

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