Wirkung:
blutstillend, immunstärkend, antibakteriell, antiviral, krebsbekämpfend, adstringierend, fiebersenkend
Anwendungsbereiche:
Geschwüren, Entzündungen der Haut, als Blutstiller bei Verletzungen, Hirnhautentzündung, Mumps, Hepatitis
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Sammelzeit:
Frühling
Zu finden:
Gartenpflanze, Der Färberwaid kommt aus der Türkei, Algerien und Marokko und vielleicht auch aus Europa. Er wächst gerne an trockenen Hängen, Felsen und trockenen Ruderalstellen.
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Farbstoffe Indican
Sonstiges:
Färberwaid ist eine mehrjährige Pflanze, die 30 bis 150 cm hoch wird. Ihre Wurzel ist zylindrisch, und alle oberen Teile sind blaugrün und meist kahl. Im ersten Jahr bildet Färberwaid eine Blattrosette mit verkehrt-lanzettlichen bis länglichen, ganzrandigen oder leicht gezähnten Blättern. Im zweiten Jahr wächst ein aufrechter, verzweigter Stängel, der oben kahl und unten leicht behaart ist. Die Blätter am Stängel sind sitzend, ganzrandig und länglich oder lanzettlich. Der Blütenstand ist schirmtraubig und wird fruchtig mit vielen kleinen Blüten, die 3 bis 8 mm groß sind. Die Blüten haben vier gelblich-grüne Kelchblätter und vier gelbe Kronblätter. Es gibt sechs Staubblätter, von denen zwei kürzer sind. In den Schötchen befinden sich ein bis zwei Samen.
Färberwaid wurde lange in Europa zur Herstellung blauen Farbstoffs verwendet, bis der echte Indigo aus den Tropen eingeführt wurde. Später übernahmen synthetische Farbstoffe seine Funktion.

Banlangen (chinesische Bezeichnung ) war vor allem während der SARS-Epidemie in China sehr gefragt, obwohl eine Wirkung gegen Viren nicht nachgewiesen ist. (Wikipedia)
Banlangen (chinesische Bezeichnung ) war vor allem während der SARS-Epidemie in China sehr gefragt, obwohl eine Wirkung gegen Viren nicht nachgewiesen ist. (Wikipedia)
In der Küche kann man aus den Wurzeln der Färberwaidpflanze einen Waidbitterlikör herstellen, der nicht nur durch seinen einzigartigen Geschmack überzeugt, sondern auch eine lange Tradition in der herbalen Medizin hat. Diese Pflanze, die einst weit verbreitet war, wurde zur Färbung von Textilien genutzt und ist bekannt für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften. Um den Likör herzustellen, werden die Wurzeln sorgfältig geerntet, getrocknet und anschließend in Alkohol mazeriert, was zu einem tiefen, erdigen Aroma führt. Der Waidbitterlikör eignet sich hervorragend als Digestif und kann auch in Cocktails verwendet werden, um ihnen eine besondere Note zu verleihen.
Hildegard von Bingen: Wer von einer Lähmung, wie stark sie auch sei, geplagt wird, der koche Färberwaid stark in Wasser und seihe dann durch ein Tuch. Dann gebe Geierfett und die doppelte Menge Hirschtalg in das Wasser und koche es gleichzeitig und mache eine Salbe daraus. Damit oft gesalbt wird die Lähmung weichen.
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