Leicht giftig
Wirkung:
entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
infektiösen Atemwegserkrankungen, bei Fieber, schwaches Immunsystem, Hautinfektionen, Lymphdrüsenentzündung, Infektionskrankheiten, Typhus, Scharlach
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel
Sammelzeit:
Herbst
Zu finden:
Kaum möglich, manchmal ausgewildert aus Gärten.
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Baptoxin, Isoflavone (Glykoside), Harz, Polysaccharide
Sonstiges:
Die Indigolupine ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die bis zu 150 cm hoch werden kann. Ihre Stängel sind kahl und teils „bereift“. Sie hat tiefreichende, verzweigte Wurzeln und bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Der Pflanzensaft färbt sich an der Luft blaugrau. Der Stängel verzweigt sich im oberen Bereich. Die Laubblätter sind dreiteilig unpaarig gefiedert, grau-grün und können bis zu 6,5 cm lang sein. Es gibt größere, beständige Nebenblätter. Die Blüten stehen in endständigen, aufrechten Blütenständen zusammen. Die zwittrigen Schmetterlingsblüten sind zygomorph, fünfzählig und etwa 2,5 bis 3 cm groß mit hell-blauen bis blau-violetten Kronblättern. Der Kelch ist feinhaarig und bewimpert. Die Blütezeit reicht von April bis August, wobei die Hauptblüte im Juni stattfindet. Es entsteht eine hülsenfruchtige Frucht, die 2,5 bis 7,5 cm lang ist und einige bräunliche bis beige, bohnenförmige Samen enthält.
Die Blätter der Färberhülse färben blau und die Wurzel tiefschwarz.
Die Cherokee nutzten die Pflanze zur Gewinnung von blauem Farbstoff für Kleidungsstücke, der eine bedeutende Rolle in ihrer kulturellen Identität spielte und ihre Traditionen widerspiegelte. Europäische Siedler in Nordamerika griffen dies auf und nutzten sie als Ersatz für den Echten Indigo, wobei sie schnell erkannten, dass die Indigolupine eine ähnliche Farbintensität und -stabilität bot, was zu einer breiteren Verbreitung der Pflanze führte (daher auch die deutsche Bezeichnung „Falscher Indigo“). Diese Pflanze war nicht nur für die Textilindustrie wichtig, sondern wurde auch in der Kunst und beim Färben von Naturmaterialien verwendet. Manche Indianerstämme setzten die Indigolupine auch als Tee für medizinische Zwecke ein, denn sie glaubten an ihre heilenden Eigenschaften, die eine Vielzahl von Beschwerden bekämpfen konnten, was zur Integrität des kulturellen Erbes beitrug und das Wissen über traditionelle Heilmethoden bis heute bewahrt.
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