Sehr giftig
Wirkung:
krebshemmend, herzwirksam
Anwendungsbereiche:
Eine Selbstanwendung ist auf keinem Fall anzuraten!!!
Wurmbefall, als Herzmittel, zur Förderung der Menstruation, Abtreibungsmittel, Krebs, Homöopathie: gegen Verdauungsschwäche, Hautpusteln
Verwendete Pflanzenteile:
Nadeln, Früchte ohne Kerne
Sammelzeit:
–
Zu finden:
Seit dem Inkrafttreten der Bundesartenschutzverordnung (1. Januar 1987) stehen wild lebende Populationen der Eibe unter besonderem Schutz – also geschützt. In der Schweiz ist sie regional geschützt.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die Azoren, das Atlasgebirge in Nordwestafrika, Europa, Kleinasien, den Kaukasus und Nordiran. Im Norden reicht es von den Britischen Inseln über Norwegen bis nach Schweden und Finnland. Die östliche Grenze verläuft von Lettland entlang der russisch-polnischen Grenze bis zu den Karpaten und endet im Norden der Türkei. Im Süden erstreckt es sich südlich von Spanien über Teile Marokkos und Algeriens bis zur Südtürkei und ins Landesinnere des Nordirans.
Inhaltsstoffe:
Taxin, Taxicatin, Baccatine, Taxole
Sonstiges:
Die Europäische Eibe ist eine vielseitige immergrüne Art, die je nach Standort als Baum oder Strauch wächst. In extremen Umgebungen kann sie sogar zu einem Kriechstrauch werden. Mit dem Alter verändert sie ihr Aussehen; junge Eiben haben schlanke Stämme und eine breite, kegelförmige Krone, die älter rund oder kugelig wird. Ältere Eiben können mehrgipfelig und mehrstämmig sein. Ihre Rinde wechselt von glatt und rötlichbraun zu schuppenförmig und grau. In Mitteleuropa wachsen sie selten über 15 Meter hoch, während sie in der Türkei bis zu 20 Meter erreichen können, und im Kaukasus sogar bis zu 32 Meter. Eiben haben ein tiefes und weitverzweigtes Wurzelsystem, das wichtig für ihr Wachstum ist. Die Eibe blüht zwischen Februar und Mai und ist meist zweihäusig, wobei männliche und weibliche Zapfen an unterschiedlichen Bäumen wachsen. Die Samen sind von einem roten, essbaren Arillus umgeben, während die Samen selbst giftig sind. Eibensamen reifen zwischen August und Oktober und werden durch Vögel verbreitet.
🛑 Achtung: Alles an der Eibe ist höchst giftig, ausgenommen das rote, schleimige Fruchtfleisch ihrer Beeren. Diese Beeren (ohne Kern) kann man essen, allerdings mit Konzentration, denn der fest klebende Kern muss unbedingt ausgespuckt werden, es darf nicht geschehen, dass man ihn aus Versehen verschluckt. Auch er enthält den Herz lähmenden Giftcocktail. Bei Kindern ist das Risiko zu groß, man sollte sie vor der Eibe warnen. Eine Heilanwendung ist wegen der Vergiftungsgefahr abzulehnen, in der Volksmedizin wurden früher Wurmkuren mit Eibenblättern durchgeführt, manche führten zum Tod der Behandelten. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Bereits eine Aufnahme von 50 bis 100 Gramm Eibennadeln kann für den Menschen tödlich sein. In zerkleinerter oder zerhackter Form wirken die Nadeln fünf Mal stärker. Der Tod tritt durch Atemlähmung und Herzversagen ein. Menschen, die eine solche Vergiftung überleben, tragen in der Regel einen bleibenden Leberschaden davon.
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Nur der Samenmantel des Baumes ist hingegen nicht giftig und schmeckt süß.
Die Eibe wird auf Friedhöfen angepflanzt, sie gilt seit altersher als Dämonen verscheuchend und als Totenbaum. Sie ist der Wächter des Nordens, der Kobolde und Zwerge, die in das Menschenreich eindringen wollen, um Schabernack zu treiben, in die Schranken weist. Aus Eibenholz werden Zauberstäbe geschnitzt.
Eibe war 1994 Baum des Jahres, sowie Giftpflanze des Jahres 2011 und in Österreich wurde sie 2013 zum Baum des Jahres gewählt.
Hildegard von Bingen: Die Eibe bezeichnet die Freude. Und vom Holz, wenn es entzündet ist, schaden weder Dampf noch Rauch. Wenn jemand in seiner Nase und in seiner Brust ein Gebrechen hat, der atme den Rauch ein und die üblen Säfte verschwinden.
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