Wirkung:
fiebersenkend, wehenfördernd, nervenberuhigend, magenwirksam, antibakteriell, verdauungsfördernd, schmerzstillend, antifungal, antiseptisch, ausgleichend, insektizid
Anwendungsbereiche:
Malaria, steigert die Magensäuresekretion, Darmparasiten, Wehen verstärkend, Magenbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Herzerkrankungen, Grippe, Fiebererkrankungen, Wechselfieber, Nierenbeschwerden, Höhenkrankheit; in der Homöopathie: gegen vorzeitigen Samenerguss, bei Neuralgien, Fieber, Kopfschmerzen, Bronchitis, Verdauungsbeschwerden, Beinkrämpfe, Darmparasiten
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde, Wurzelrinde
Sammelzeit:
jederzeit
Zu finden:
Bolivien bis Chile
Inhaltsstoffe:
Alkaloide Chinin, Chinidin und Chinchonidin
Sonstiges:
☕ Tee: 1/2 Teelöffel zerkleinerte Chinarinde oder Pulver mit 1 Tasse kaltem Wasser zustellen. Aufwallen lassen und nach etwa 10 Minuten Ziehzeit abgießen. Lauwarm trinken.
Der Rote Chinarindenbaum ist ein Baum oder Strauch, der 5 bis 12 Meter hoch werden kann. Die Borke ist gräulich-braun und manchmal rissig. Die Zweige sind abgeflacht oder rund und haben eine behaarte oder glatte Rinde. Die Laubblätter sind gegenständig, eiförmig bis elliptisch und 5 bis 30 Zentimeter lang sowie 2 bis 20 Zentimeter breit. Sie haben eine feine Nervatur und sind oft rötlich. Die Blütenstände entstehen in den Blattachseln und sind bis zu 35 Zentimeter lang, mit vielen Blüten. Die Blüten sind duftend, fünfzählig und haben eine zylindrische Kronröhre. Die Kapselfrüchte öffnen sich bei Reife und enthalten viele Samen, die einen häutigen Flügel haben.
Als invasive Pflanze ist Cinchona pubescens problematisch, da sie schnell wächst und ein dichtes Kronendach bildet. Sie besiedelt unbewaldete Flächen, verdrängt die natürliche Vegetation und führt zu einem Verlust der Artenvielfalt. Die Ausbreitung erfolgt durch den Wind mit geflügelten Samen und durch vegetative Vermehrung mit unterirdischen Wurzelausläufern.
🛑 Vorsicht: Nicht anwenden bei Magen- und Darmgeschwüren, in der Schwangerschaft und während der Stillzeit. Auch für Kinder ist Chinarinde nichts aufgrund des Chiningehaltes. Bei längerer Anwendung und zu hoher Dosierung kann es zu Sehstörungen, Ohrensausen, Hautausschlägen und Magen-Darmgeschwüren kommen. Auch eine erhöhte Blutungsneigung kann auftreten, wenn man z. B. gleichzeitig Aspirin oder andere Mittel, die die Blutgerinnung hemmen, einnimmt. Bitte vorher mit dem Arzt oder Apotheker Rücksprache halten.
Chinarindenbaum (Rinde) kann als Beimischungen für Räucherungen verwendet werden, besonders in Räumen mit Kranken.
In der Küche kann man es als Gewürz in Soßen, als Geschmacksverstärker, in Likören oder in klassischen gemixten Bardrinks benutzen. Ganz bekannt wird es in Tonic Wasser oder Bitter Lemon eingesetzt. Verwendet wird es aber auch in Backwaren und Süßigkeiten, sowie bei der Produktion von Haaröl, Haarshampoo, Sonnenöl, Insektiziden und als ein Vulkanisierungszusatzstoff in der Gummiindustrie, sowie zur Behandlung von bestimmten Metallen.
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