Wirkung:
blutstillend, entzündungshemmend, reinigend, adstringierend, antiseptisch, antidiarrhoisch, stopfend
Anwendungsbereiche:
starker Monatsblutung, Blutungen im Mund- und Rachenraum, blutenden Zahnfleisch, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, reinigt die Nieren, Galle, Leber und Darm, Durchfall, Krampfadern, Wechseljahresblutungen, stoppt innerliche Blutungen, Verbrühungen, kleinflächige Verbrennungen, Geschwüre der Haut, Wunden, Verdauungsschwäche
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel
Sammelzeit:
Juli bis August
Zu finden:
Den Wiesenknopf findet man in feuchten, nährstoffreichen Wiesen.
Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Gerbstoffe, Schwefelverbindungen, Saponine, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete oder 2 Teelöffel frische Wurzel werden mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergossen und über Nacht für mindestens 8 Stunden stehen gelassen. Dann etwas erwärmen, abseihen und trinken. 3 Tassen täglich kurmäßig über 2 Wochen anwenden.
Der Große Wiesenknopf ist eine ausdauernde Pflanze, die 30 bis 120 cm hoch werden kann. Der Stängel ist aufrecht, rund oder vierkantig, gerillt und manchmal behaart an der Basis. Die Laubblätter sind gestielt, unpaarig gefiedert und haben drei bis sechs Fiederpaare. Die Oberseite der Blätter ist dunkelgrün, die Unterseite blaugrün. Die Laubblätter bilden eine Rosette am oberen Teil des Stängels. Die Nebenblätter sind braun und die Nebenblätter am Stängel sind groß und spitz gesägt. Die Grundblätter sind 20 bis 40 cm lang und haben 3 bis 8 Fiederblättchen, die rund bis elliptisch sind und 10 bis 60 mm lang. Die Blütenstände sind dunkel-rotbraun, kopfig und 1 bis 6 cm lang mit einem Durchmesser von etwa 1 cm. Sie bestehen aus etwa 20 bis 40 Blüten, die von oben nach unten aufblühen. Die Kelchblätter sind dunkel-rotbraun bis purpur. Die Deckblätter sind lanzettlich und kürzer oder fast gleich lang wie die Kelchblätter. Kronblätter fehlen, und die Blütezeit ist von Juni bis September.
🛑 Aufgrund fehlender Informationen zur Toxizität sollte es während der Schwangerschaft vermieden werden. Es wird vermutet, dass das Kraut mit der Gruppe der allopathischen Medikamente, die als Fluorchinolone bekannt sind, interagieren kann.
Der Wiesenknopf ist ein Bestandteil des geweihten Kräuterbüschels, Teile der vom letzten Winter übrig gebliebenen Wurzel kommen auch in den Palmbuschen.
In der Küche kann man die jungen Blätter zum Kartoffelsalat, zu Salaten, Gemüsegerichten, in Quarkspeisen und in Suppen geben. Man hat dann einen frischen, aromatischen, gurkenähnlichen Geschmack.
Der Wiesen-Bibernell wird ebenso angewendet wie die echte Bibernelle (Pimpinella saxifraga).
Der Unterschied zwischen dem Großen Wiesenknopf und dem Kleinem Wiesenknopf besteht in der Blüte. Der Große hat rotbraune Blüten und der Kleine grüne. Sammeln tut man diese während der Blütezeit, so ist eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen.
Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.