Traubenhyazinthe, Schopfige (Muscari comosum)

Wirkung:

erweichend, harntreibend, appetitanregend

Anwendungsbereiche:

Brechmittel nach Vergiftungen, Blasenproblemen, trockener Haut, Fieber

Verwendete Pflanzenteile:

Zwiebel

Sammelzeit:

Februar und März

Zu finden:

Bei uns steht die Traubenhyazinthe teilweise unter Naturschutz! Zu finden ist sie sonst in Weingärten, Halbtrockenrasen, an Ackerrändern oder in Gärten, wo viele andere Muscari-Arten wachsen und ähnlich verwendet werden können.

Inhaltsstoffe:

Osalsäure, Bitterstoffe, Vitamine

Sonstiges:

Die Schopfige Traubenhyazinthe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 70 Zentimetern erreicht. Sie hat eine Zwiebel mit etwa 1 Zentimeter Durchmesser, aus der gelegentlich Nebenzwiebeln wachsen. Die Zwiebelhülle ist braun und die Wurzeln sind dünn und einjährig. Die drei bis sechs Rosettenblätter sind etwa 10 Millimeter breit und 40 Zentimeter lang, oft gebogen und rau. Die Blüten wachsen in lang gestreckten Trauben, mit einem Schopf zahlreicher blauvioletter, steriler Blüten an der Spitze. Die blassbraunen, oft grünlichen, fertilen Blüten sind röhrig-glockenförmig und waagrecht abstehend. Das Perigon hat keine Nebenkrone und die Kronzipfel sind 0,5 bis 1 Millimeter lang und gelblich bis beige. Die Kapselfrucht wird 10 bis 15 Millimeter lang, hat eine scharf dreikantige Form und öffnet sich am Stängel, ohne abzufallen, wobei sich ein bis zwei schwarze, kugelige Samen darin befinden.

Seit dem 16. Jahrhundert ist die Traubenhyazinthe bei uns eingebürgert. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, im Iran, Irak, in der Türkei, bei den Griechen und Sizilianer ist die Zwiebel eine traditionelle Speisepflanze.

In der Küche, speziell in Italien, gibt es viele Rezepte mit der Zwiebel. Unter Lampascioni oder Lampagnioni wird die Zwiebel erst eine Stunde gewässert, dann das Wasser entfernen und anschließend wird sie gekocht, gebraten, mit Käse überbacken und so weiter. Man kann sie auch einlegen in Öl und Essig.

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Bild: Wikipedia, Archenzo, CC BY-SA 3.0

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