Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)

Wirkung:

entzündungshemmend, schmerzstillend, appetitanregend

Anwendungsbereiche:

Rheuma, Schmerzen, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Bewegungsschmerzen, Ruheschmerzen im Rücken und Muskeln, Stoffwechselerkrankungen, gestörter Nierenfunktion, Blasenleiden, Allergien, Arthritis

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Wurzel

Sammelzeit:

Frühjahr bis Herbst

Zu finden:

Da die Teufelskralle sich ihre Plätze selbst aussucht, findet man sie selten auf Bergwiesen und lichten Laubwäldern.

Inhaltsstoffe:

Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Wurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, zum Sieden erhitzen und etwa 7 Minuten ausziehen lassen. Mehrere Tassen pro Tag sind möglich.

Die Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die 30 bis 80 Zentimeter hoch wird. Der aufrechte, kahle Stängel trägt eiförmige, dunkle Blätter mit herzförmigem Grund und gezahntem Rand. Diese Blätter sind zur Blütezeit noch vorhanden, während die Blätter am Stängel gut entwickelt sind. Die Blütezeit dauert von Mai bis August, und der Blütenstand ist zuerst eiförmig bis kugelig, später zylindrisch und kann 6 bis 20 Zentimeter lang werden. Die Tragblätter sind schmal und meist nicht länger als breit. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit verwachsenen Kronblättern in grünlich bis gelblich-weißer Farbe. Es gibt zwei Narben, und die Kapselfrucht öffnet sich oben mit zwei Poren. Die winzigen Samen sind 1,0 bis 1,4 Millimeter lang und wiegen 0,16 mg.

Die Blüten die aussehen wie eine Kralle verleiht der Teufelskralle ihren Namen.

In der Küche kann man die Wurzel als Gemüse verwenden und die jungen Blätter zum Salat geben, oder daraus Kräuterbutter herstellen. Die Blütenstände können noch vor der Blüte in Essig und Öl einlegen und frisch erblüht sind sie eine essbare Dekoration in verschiedensten Speisen. Die Wurzel ist schärfer als die anderen Pflanzenteile.

Die Teufelskralle die bei uns im Mittelgebirge wächst, hat nicht so starke Wirkungen wie die Teufelskralle aus Südafrika und der Kalahari. Darauf sollte man achten, wenn man in der Apotheke ein Produkt kauft.

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Bild: BerndH, Wikipedia, CC BY-SA 3.0, GNU-FDL

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