Wirkung:
anregend, beruhigend, harntreibend, stopfend
Anwendungsbereiche:
verringert den Schlafbedarf, Karies, beginnende Migräne, Entzündungen der Schleimhäute wie Mund, Magen und Darm, Asthma, Angina pectoris, Herzerkrankungen
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Sammelzeit:
Das ganze Jahr über mit mehrwöchigen Pausen
Zu finden:
In China, Indien, Afrika und Südamerika wird er kommerziell angebaut. So ist er nicht zu finden.
Inhaltsstoffe:
Alkaloid Coffein (=Thein), Theobromin, Theophyllin, Saponine, Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Mineralstoffe, Vitamine
Sonstiges:
☕ Tee: 1 gehäufelter Teelöffel Blätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und je nach gewünschtem Effekt, 3 bis 10 Minuten ziehen lassen. Um so länger der Tee zieht, um so dunkler wird er und wirkt stopfender.
Die Camellia sinensis-Varietäten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die 1 bis 5 Meter hoch werden, selten bis zu 9 Meter. Junge Zweige sind rötlich und behaart, färben sich aber schnell gelblich-grau. Die Laubblätter sind wechselständig, kurz gestielt und haben eine eiförmige bis elliptische Form mit einer Länge von 5 bis 14 cm und einer Breite von 2 bis 7,5 cm. Sie sind ledrig mit einem gesägten Blattrand und einer glatten, glänzenden dunkelgrünen Oberseite. Die Unterseite ist heller und kann behaart sein. An jeder Seite gibt es sieben bis neun Blattadern. Von Oktober bis Februar erscheinen die Blüten in den Blattachseln, meist einzeln oder in Gruppen von drei. Die Blüten sind zwittrig und haben eine doppelter Blütenhülle, mit behaarten Kelchblättern und weißen Kronblättern. Der Fruchtknoten ist dreikammerig und behaart, die Kapselfrucht enthält einen oder zwei Samen und reift von August bis Oktober.
🛑 Achtung: Bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzrasen und chronischer Verstopfung sollte der Tee vermieden werden! Auch schwangere und stillende Frauen sollten aufgrund des Koffein-Gehaltes darauf verzichten.
Es gibt viele Arten von schwarzem und grünem Tee und einige Unterarten. Die wichtigsten sind:
- Camellia sinensis var. bohea – China Tee
- Camellia sinensis var. assamica – Assam Tee
Man sollte darauf achten woher der Tee stammt, da in einigen Produkten Pestizide und Schadstoffe nachgewiesen wurden. Bei uns sind die krebserregenden Stoffe schon lange verboten, aber eine solche Schutzbestimmung in den Ursprungsländern gibt es dort nicht.
Der schwarze und der grüne Tee stammt von der selben Pflanze, nur die Konservierungsart ist anders. Wenn die Blätter stark zusammengerollt und fermentiert werden, entsteht der Schwarztee. Wird er unfermentiert getrocknet, entsteht der Grüntee.
Der auch bekannte Oolong Tee wird genauso wie der Schwarztee gerollt und fermentiert, mit dem Unterschied dass die Fermentierungszeit kürzer ist. Daher liegt er vom Geschmack her genau zwischen dem Schwarztee und dem Grüntee.
- Schwarzer Tee wird aus den angewelkten, gerollten Blättern hergestellt. Dabei tritt das Enzym Phenoloxidase aus und leitet die Oxidation ein. Dieser Prozess findet über einige Stunden bei hoher Luftfeuchtigkeit statt. Anschließend wird er mit Heißluft gestoppt, und die Blätter werden getrocknet.
- Grüner Tee, die Blätter werden sofort nach der Ernte einer Hitzebehandlung unterzogen und anschließend getrocknet. Dabei wird das Enzym Phenoloxidase inaktiviert, so dass die Blätter weitgehend grün bleiben.
Anwendungen:
- Schwarzer Tee hat anregende Eigenschaften und viel Coffein, daher wird er als Genussmittel betrachtet. Er wird in der Volksheilkunde gegen leichten Durchfall und verdorbenen Magen wegen seines Gerbstoffgehalts verwendet. Er kann auch Bakterien, die Durchfall verursachen, hemmen. Außerdem schützt der hohe Fluoridgehalt vor Karies und Osteoporose.
- Dem Grünen Tee werden zusätzliche Wirkungen zugeschrieben: Der Coffeingehalt ist mit durchschnittlich 2,2 % niedriger, während der Polyphenolgehalt, insbesondere das Epigallocatechingallat, im nicht oxidierten Tee bis zu fünf Mal höher sein kann.
Untersuchungen zeigen, dass Grüner Tee möglicherweise das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Arteriosklerose, senken kann. Dies wird den phenolischen Inhaltsstoffen des Tees zugeschrieben, die als Radikalfänger wirken. Es wird empfohlen, tägliche Mengen zwischen 4 und 10 Tassen zu trinken, aber es gibt Warnungen vor übertriebenen Erwartungen, da es noch keine endgültigen Beweise für seine Wirkung gibt.
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