Wirkung:
auswurffördernd, antiseptisch, schweißtreibend, harntreibend, krampflösend, antimikrobiell
Anwendungsbereiche:
Husten, Bronchitis, Keuchhusten, Katarrhen der oberen Luftwege, zur Geburtsvorbereitung, schmerzliche Wehen, Blutarmut, Wechseljahre, Nervenleiden, Schlaflosigkeit, Flechten, Ausschläge, melancholische Zustände, Depressionen, verdorbener Magen, Kopfschmerzen, Rheuma, Verstauchungen, Quetschungen, frischen Wunden, blutunterlaufene Stellen, Warzen, Geschwüre, Blähungen, unterstützt die Verdauung
Verwendete Pflanzenteile:
das blühende Kraut
Sammelzeit:
Juli bis September
Zu finden:
An trockenen Mauern, Wiesenböschungen, Ackerrändern, Wegrändern und auf trockenen, sonnigen Waldlichtungen.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Thymol, Pinene, Carvacrol, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 2 gehäufte Teelöffel Kraut werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten lang ziehen gelassen. 3 Tassen pro Tag sind ausreichend.
Der Sand-Thymian ist ein immergrüner, bodenbedeckender Halbstrauch, der 2 bis 10 Zentimeter hoch wird. Die liegenden, langkriechenden Stängel wachsen jahrelang und enden meist mit einem Blattbüschel. Die Zweige sind auf allen Seiten behaart. Die Laubblätter sind schmal elliptisch oder verkehrt-eiförmig, 3 bis 10 Millimeter lang und 1 bis 3 Millimeter breit. An den Blütentrieben sind die Blätter kaum unterschiedlich. Der oberste Seitennerv verliert sich meist und hat keinen Randnerv. Die Blattspreite ist im unteren Drittel lang bewimpert und die Unterseite hat stumpf hervortretende Seitennerven. Die Blütezeit ist von Juli bis September und der Blütenstand ist kopfig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 3,5 bis 4,5 Millimeter lang, behaart unten und kahl oben, mit bewimpten Zähnen. Die oberen Kelchzähne sind breit dreieckig und etwa so lang wie an der Basis breit.
Der Sand-Thymian hat fast die selben Anwendungsbereiche wie der Echte Thymian (Thymus vulgaris), allerdings mit geringerer Wirksamkeit, da hier der Gehalt an ätherischen Ölen wesentlich geringer ist und deren Zusammensetzung abweicht.
Quendel verleiht frischem Atem, wenn mal keine Zahnpasta zur Hand ist.
Vertreibt im Hühnerstall die Ausbreitung von Hühnermilben.
In der Küche kann man Quendel genauso nutzen wie mit dem Thymian. Er ist etwas milder als Thymian und passt gut zu allen Hühnergerichten, zu Krebsen, Garnelen, Fischen, Wild, zu Kartoffeln und Gemüse. Aus dem blühenden Kraut wird auch das ätherische Quendelöl (Oleum Serphyllii) gewonnen.
Hildegard von Bingen: Wenn das Gehirn krank und wie leer ist, pulverisiere Quendel und vermische das Pulver mit den Speisen, so wird es besser werden. Ein Mensch, dessen Körperfleisch grindig ausschlägt, esse ebenfalls oft davon, er wird innerlich gereinigt und geheilt.
Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.