Meisterwurz (Peucedanum ostruthium syn. Imperatoria ostruthium)

Wirkung:

magenwirksam, beruhigend, schmerzstillend, harn- und schweißtreibend, appetitfördernd, menstruationsfördernd, potenzstärkend, milchfördernd, hautreinigend, krebshemmend, blutdrucksenkend, stoffwechselanregend

Anwendungsbereiche:

Magenbeschwerden, Leber, Galle, bei infektiösen Erkrankungen, Grippeviren, Bakterien, Pest und andere Seuchen, Schnupfen, Katarrh, Vorbeugungsmittel bei Heuschnupfen, verbessert die Abwehrkräfte, Asthma, Bronchitis, Bluthochdruck, Schlaganfall, Fieber, Gliederlähmungen, Harnverhalten, Würmer, hoher Cholesterinspiegel, Altersbeschwerden wie Schwerhörigkeit, Wechseljahre, Vergiftungen, Zahnfleischbluten, zieht Eiter aus Wunden, Geschwüre, Abszesse, bei drohender Blutvergiftung, geschwollene Halsdrüsen, Entzündungen der Schleimhäute, Epilepsie, Wunden, Wassersucht, Zahnschmerzen

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Wurzel

Sammelzeit:

Blätter vor der Blüte, Wurzel im Frühjahr oder im Herbst

Zu finden:

In höheren Lagen, auf Kalkböden und Kieselböden, an feuchten Stellen neben Gebirgsbächen. Meisterwurz ist oft geschützt und darf nicht überall gesammelt werden.

Inhaltsstoffe:

Terpene, Cumarinderivate, Fette, Öle, ätherische Öle, Harze, Gerbstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Wurzel mit 1/4 Liter Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und etwas ziehen lassen. Abseihen und 3 Tassen täglich trinken. Für die Gesundung der Leber und Galle eine 3-wöchige Kur durchführen.

Meisterwurz ist eine ausdauernde Pflanze, die 30 bis 100 cm hoch wird und nach Möhre und Sellerie riecht. Sie hat ein dickes, spindelförmiges, braunes Rhizom. Der aufrechte, runde Stängel ist hohl und kahl, außer unter den Dolden, wo er behaart ist. Die gras-grünen Blätter sind bis zu 30 cm lang und 34 cm breit, oft dreizählig und tief dreiteilig. Die Blätter haben einen unregelmäßig gesägten Rand. Die oberen Blätter sind meist einfach drei-schnittig. Der große, flache Doppeldolden-Blütenstand hat bis zu 50 dünne, behaarte Strahlen und viele Blüten. Die weißen oder rötlichen Kronblätter sind breit und haben eine ausgerandete Spitze. Die Blütezeit ist von Juni bis August, und die reife Spaltfrucht ist weiß-gelblich mit einer bräunlichen Scheibe.

🛑 Hautkontakt mit dem Saft dieser Pflanze soll bei manchen Menschen Lichtempfindlichkeit und/oder Dermatitis hervorrufen. Außerdem soll er das angebliche „Psychotroph“ Myristicin enthalten.

Meisterwurz ist Bestandteil von Hexenpulvern für Räucherungen. „Die Wurzel aller Wurzeln“ galt bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Allheilmittel, besonders bei Krebs.

Meisterwurz war auch Bestandteil des Spiritus carminativus Sylvii. Auch im Orvietan war sie enthalten, einem aus vierundfünfzig verschiedenen Kräutern zusammengesetzten Allheilmittel. (Wikipedia)

In der Küche kann man Meisterwurz-Blätter als Gewürz verwenden zum Beispiel bei Fleischsuppen, Kartoffelsuppen, Salate, Gemüsegerichte und Tomaten. Man kann daraus auch eine Kräuterbutter herstellen. Die Wurzel wird für Süßspeisen, Liköre und verschiedene Alkohole genutzt.

Hildegard von Bingen: Sie taugt gegen Fieber. Wer Fieber, welcher Art es auch sei, hat der nehme Meisterwurz und zerstoße sie und gebe einen halben Becher Wein darüber, bis über die obersten Stücke. So lasse er über Nacht ziehen und gieße am Morgen wiederum Wein darüber und davon trinke er auf nüchternen Magen während drei oder fünf Tagen und er wird geheilt werden.

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Bild: Wikipedia, H.Zell, CC BY-SA 3.0

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