Wirkung:
erweichend, heilend, harntreibend, adstringierend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
schuppiger Haut, regeneriert die Muskeln und Sehnen, Krampfadern, Bänder, Venenentzündungen, Brandwunden, macht das Gewebe geschmeidig, bei Verbrühungen, Entzündungen der Haut, als Umschlag auf Tumore, Geschwüre
Verwendete Pflanzenteile:
Zwiebeln, Staubgefäße, Blüten
Sammelzeit:
August bis September, nach der Blüte
Zu finden:
Nicht möglich, da Kulturpflanze aus Kleinasien
Inhaltsstoffe:
Pflanzenschleim, Tannine, Sterine, Glykoside
Sonstiges:
Madonnen-Lilien sind robuste, krautige Pflanzen, die zwischen 50 und 130 Zentimetern hoch werden. Ihre Zwiebel sitzt breit oval und weiß direkt unter der Erde und kann bis zu 9 Zentimeter im Durchmesser erreichen. Der glatte Stängel ist violett und mit der Zeit grün, er hat einen Durchmesser von etwa 14 Millimetern. Die spiralförmig angeordneten Blätter sind glänzend, lanzettlich und bis zu 8 Zentimeter lang. Im Herbst bilden sie eine Rosette mit breiten Laubblättern zur Überwinterung und entwickeln neue Wurzeln. Der Blütenstand besteht aus zwei bis zwölf duftenden, trichterförmigen Blüten, mit kurzen, grünen Stielen von etwa 40 Millimetern. Die Blütenhüllblätter sind weiß, bis zu 80 Millimeter lang und können am Ansatz gelb-grün überhaucht sein. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Staubfäden sind goldgelb und messen 45 bis 50 Millimeter, die Staubbeutel sind nierenförmig. Der Griffel ist bis zu 60 Millimeter lang, die Narbe ist dreigeteilt und hellgrün. Der Fruchtknoten ist grün und rund-zylindrisch. Die Samen keimen sofort.
In der Küche kann man die rohe Zwiebel verwenden. Sie enthält einen scharfen Bestandteil, der jedoch durch Trocknen oder gründliches Erhitzen zerstört wird. Gekocht ist die Zwiebel breiig, süß und zuckerhaltig. Sie ist reich an Stärke und kann ähnlich wie Kartoffeln (Solanum tuberosum) als Gemüse verwendet werden.
Weiße Lilien sind das Symbol von Unschuld und Reinheit und ein Attribut der Jungfrau Maria. Sie ist ein starker Schutz gegen böse Zauberei und Verletzungen.
Im Orient sind gebratene Lilienzwiebeln und getrocknete Blüten als Gewürz häufig in Gebrauch. Man kann sie zur Dekoration eins Buffets oder in Salaten nutzen oder als aphrodisierende Speise der wahrhaft Liebenden.
Hildegard von Bingen: Nimm den Kopf der Lilienwurzel und zerstoße alles in Fett, dann zerlasse es in einer Schüssel. Und wer die weiße Lepra hat, der salbe oft damit und er wird geheilt werden. Wer Ausschläge hat, der trinke oft Ziegenmilch und zerstoße die Stängel und Blätter der Lilie und drücke ihren Saft aus. Knete den Saft mit Fett und reibe ihn auf die Haut. Auch der Duft der Lilienblüte ist heilsam, denn er erfreut das Herz des Menschen und bereitet ihm richtige Gedanken.
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