Kreuzblume, Bittere (Polygala amara)

Wirkung:

harntreibend, schweißtreibend, schleimlösend, bakterientötend, blutreinigend, milchbildend, hustenstillend

Anwendungsbereiche:

Atembeschwerden, Raucherhusten, Lungen- und Kehlkopfleiden, Bronchitis, Keuchhusten, Stickhusten, Bronchialasthma, fördert die Milchbildung bei stillenden Müttern, Altersschwäche, Potenzproblemen, Appetitlosigkeit, zur Blutreinigung, Magen- und Verdauungsstörungen, Nervenleiden, Pilzerkrankungen, Masern

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel

Sammelzeit:

Herbst

Zu finden:

In Sumpfwiesen, in lichten Wäldern, meist in grasbewachsenem Boden. Das Sammeln ist in manchen Regionen bereits verboten, die Pflanze steht auf der Liste der gefährdeten Arten.

Inhaltsstoffe:

Pektin, Bitterstoffe, Triterpensaponine (Senegin), Methylsalicylat, Schleim

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel Wurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, aufkochen und kurz ziehen lassen. Abseihen und mit Honig gesüßt trinken. 2 bis 3 Tassen pro Tag sind ausreichend.

Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 5 bis 20 Zentimeter hoch wird. Ihre aufrechten Stängel wachsen zahlreich aus einer grundständigen Blattrosette. Die Laubblätter sind krautig und bitter im Geschmack. Die Blütezeit dauert von Mai bis August, wobei die Blüten meist einzeln und endständig erscheinen. Der Blütenstand hat 8 bis 25, manchmal bis zu 40 Blüten. Die Blütenhüllblätter sind meist blau, violett oder rosa, selten weiß. Die äußeren Kelchblätter sind über 3 Millimeter lang. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5 Millimeter lang und gegliedert. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und hat ungleiche, behaarte Samenanhängsel.

An Christi Himmelfahrt wurden Kränze aus den zauberhaften blau-lila Kreuzblumen an die Haustür gehangen, um das Haus vor Blitzschlag zu schützen.

Meist wird die Kreuzblume mit gleichwirkenden Drogen, wie Eibisch oder Süßholz vermischt.

Die bittere Kreuzblume ist eine Einschleuserpflanze, aufgrund der enthaltenen Saponine. Sie ist in der Lage, die Resorption anderer Wirkstoffe entscheiden zu erhöhen, die dem Körper hilft auch aus weniger Nahrung, oder wenigen Inhaltsstoffen, das Optimale herauszuholen.

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Bild: Wikipedia, Jerzy Opioła, CC BY-SA 3.0

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