Wirkung:
schweißtreibend, blutreinigend, stopfend, zusammenziehend, harntreibend, reinigend
Anwendungsbereiche:
Gicht, Rheuma, Entzündungen der Harnwege, Schwangerschaftsvergiftung, Arterienverkalkung, Durchfall, Leberbeschwerden, Arthritis, Erkrankungen der Lunge, Erkrankungen der Harnwege, allgemeine Blutreinigung, Keuchhusten, ist ein Vorbeugungsmittel gegen Erkältungskrankheiten, Verbrennungen, Arteriosklerose, Darmstörungen, Husten, Heiserkeit
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und Früchte
Sammelzeit:
Juni bis Juli
Zu finden:
Als Wildpflanze findet man die Johannisbeere nur noch sehr selten, sie ist bereits auf der „Roten Liste“. Ansonsten findet man ihn in Gärten.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Pflanzensäure, Flavonoide, ätherisches Öl, Zucker, Kalzium, Eisen, Karotin, Vitamin B1, B2, C
Sonstiges:
☕ Tee: 2 Teelöffel Johannisbeerblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 3 Tassen täglich trinken.
Die Schwarze Johannisbeere ist ein sommergrüner Strauch, der 1 bis 2 Meter hoch werden kann. Er hat keine Dornen und einen starken, manchmal unangenehmen Geruch, der ihn von der Roten Johannisbeere unterscheidet. Die Laubblätter sind bis zu 10 Zentimeter breit, dreilappig bis fünflappig und herzförmig. Die Oberseite der Blätter ist glatt, die Unterseite hat Haare und gelbe Drüsen. In Mitteleuropa blüht die Schwarze Johannisbeere im April und Mai mit unscheinbaren, hängenden Blüten in Trauben. Die Blüten sind zwittrig, strahlenförmig, mit einer doppelten Blütenhülle und grünlichgelb gefärbt. Die Kelchblätter sind länglich und behaart, die Kronblätter sind kleiner und weißlich. Die Frucht ist eine schwarze Beere mit einem Durchmesser von 8 bis 12 Millimetern, die bei Reife entsteht.
In der Küche wird die schwarze Johannisbeere als Nektar verarbeitet und als Limonade, Gelee oder als Konfitüre verwendet. Außerdem ist sie Grundlage für Cassis-Sirup und Cassislikör. Auch durch das Erhitzen der Beeren, bei der Herstellung von Säften, Gelees oder Konfitüre, wird der Hohe Vitamingehalt nicht zerstört beziehungsweise nur unwesentlich gemindert. Die frischen Blätter können von April bis Mai als Beigabe zu Kräuter- und Gemüsesuppen verwendet werden. Von April bis Juli gepflückte Blätter nutzt man in getrockneter Form auch zur Herstellung von Teegetränken.
Die Johannisbeere hat mit 180 mg Vitamin C in 100 g einen der höchsten Werte der heimischen Pflanzen und gehört zu unseren gesündesten Beeren.
In der Naturkosmetik kann man aus dem alkoholischen Auszug aus den Blättern ein mildes Antitranspirant herstellen.
Hildegard von Bingen: Insbesondere die schwarze Johannisbeere ist gut für Gesunde und Sieche. Die Frucht treibt Übles aus und reinigt die Säfte.
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