Hanf (Cannabis sativa)

Wirkung:

beruhigend, muskelentspannend, appetitsteigernd, schmerzhemmend, antibiotisch, blutdrucksenkend, stimulierend, antiepileptisch, brechreizhemmend, Augeninnendruck senkend, Bronchien erweiternd

Anwendungsbereiche: (in niedriger Tosierung)

Grüner Star (Glaukum), Übelkeit, Erbrechen, Impotenz, sexuelle Schwäche, Nervenleiden, Asthma, Erkrankungen der Atemwege und der Blase, senkt Fieber, hemmt Entzündungen, lindert Kopfschmerzen, Migräne, chronische Schmerzen, Krämpfe, Muskelkrämpfe, hilft gegen seelische Verstimmungen aller Art, Tumorbehandlungen, Schlaf wird tiefer und ruhiger, Entspannung, Störung des Fettstoffwechsels, Neurodermitis, Herpes, entzündliche Hauterkrankungen, Asthma

Verwendete Pflanzenteile:

weibliche Blüten, Samen, Blätter, frische Triebe

Sammelzeit:

August bis Oktober

Zu finden:

Es gibt einige Hanfbauern, die die weitgehend THC-Freien Sorten anbauen dürfen, hier wird man fündig. In manchen botanischen Gärten stehen einzelne Exemplare, in den Hanf-Shops gibt es hin und wieder Pflanzen des indischen Hanfs (Cannabis indica), der mehr THC besitzt, zu kaufen. Ausschließlich von weiblichen Pflanzen sammeln, nur in ihnen sind die Wirkstoffe enthalten.

Inhaltsstoffe:

Cannabinoide, THC (Tetrahydrocannabinol), Alkaloide, Eiweiße, Zucker, Fettsäuren, Pigmente, ätherische Öle

Sonstiges:

Der Hanf ist eine diözische, einjährige krautige Pflanze, die in der Natur bis zu vier Meter hoch wird, während einige Sorten über sechs Meter erreichen können. Es handelt sich um eine monokarpe Pflanze mit einer Vegetationsdauer von 90 bis 105 Tagen, nach der die Pflanze abstirbt. Die Hanfpflanze hat eine gut entwickelte Pfahlwurzel, deren Hauptwurzel bis zu zweieinhalb Meter lang werden kann. Die Wurzelmasse bei Faserhanfsorten beträgt etwa acht bis neun Prozent der Gesamtmasse. Die kantigen, gerieften Stängel stehen meist einzeln und aufrecht, mit dichten, filzig behaarten Seitentrieben. Die wechsel- oder gegenständlich angeordneten Laubblätter sind handförmig zusammengesetzt und 7 bis 15 Zentimeter lang. Die Blütezeit ist hauptsächlich von Juni bis September. Männliche Blütenstände sind rund 25 Zentimeter lang und enthalten gelblich-grüne Blüten, während weibliche Blüten blattachselbürtig stehen und von einem drüsigen Deckblatt eingehüllt sind. Die Frucht ist eine bräunliche, glatte Achäne, die zwei bis fünf Millimeter lang wird.

Cannabis und nichtsynthetisches THC sind künftig rechtlich nicht mehr als Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ( BtMG ) eingestuft. Der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken ist unabhängig von dem konkreten THC -Gehalt und Herkunft straffrei.

Bei Krebspatienten verhindert der Inhaltsstoffe THC die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie quälende Übelkeit und Erbrechen.

Hanf hat auch seine negativen Seiten. In zu hohen Dosen wirkt es sich auf die Gedächtnisleistung aus und verursacht unkoordinierte Bewegungsabläufe, eingeschränkte Reaktionen, außerdem Blutdruckabfall und Herzklopfen. Im Berufsleben und beim Autofahren kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Eine hohe Dosis schickt den Anwender sozusagen auf einen „Trip“.

Das Hanföl, was in Lebensmittelgeschäften zu kaufen gibt, ist besonders hilfreich bei Mangelzuständen. Es schmeckt gewöhnungsbedürftig und passt vor allem zu Schafkäse.

Hanföl ist ein gutes Mittel zur Pflege von hässlichen Narben, aber auch ein Hautöl bei Neurodermitis, bei Herpes und anderen entzündlichen Hauterkrankungen.

Hildegard von Bingen: Der Hanf ist warm und sein Same enthält Heilkraft. Aber wer im Kopf krank ist und ein leeres Gehirn hat, dem schadet er, einem gesunden Kopf und einem vollem Gehirn schadet er nicht. Ein aus Hanf gefertigtes Tuch ist gut zum Verbinden der Geschwüre und Wunden.

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