Wirkung:
harntreibend, magenstärkend, wundheilend, stopfend, entzündungshemmend, blutreinigend, milchfördernd, menstruationsregelnd, stark zusammenziehend, rötungslindernd, entkrampfend
Anwendungsbereiche:
Stärkt die Gebärmutter, hilft bei allen Frauenleiden, schmerzhafte Menstruation, Geschwüre, Unterleibsentzündungen, Weißfluss, Fettleibigkeit, Blutarmut, Fieber, Durchfälle, Eiterungen, macht das Blut dünnflüssiger und reinigt es, Krampfadern, stärkt Bänder und Gewebe, bei gestörter Scheidenflora durch Pilzerkrankungen, Neigung zu Fehlgeburten, Eierstockentzündung, Wechseljahresbeschwerden, nach der Geburt regt es die Milchbildung an, Gebärmuttervorfall, unreiner Haut, bei Stich-, Stoß- und Schnittwunden, Zahnweh, Hautrötungen, Halsschmerzen, Husten
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter und blühendes Kraut
Sammelzeit:
Frühjahr bis Herbst
Zu finden:
In Fettwiesen und -weiden, an Bachufern und Gräben häufig zu finden.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Salicylsäure, Harz, Lecithin, Öl, Phytosterine, Saponine, Tannine, Flavonoide, Glykoside
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Esslöffel Kraut wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ausgezogen oder kalt zugestellt und bis zum Sieden erhitzt. Man trinkt bis 3 Tasse täglich.
Der Frauenmantel ist eine andauernde Pflanze, die zwischen 10 und 60 cm hoch wird. Sie hat ein Rhizom als Wurzel und eine Hauptachse, die 3 bis 15 mm dick sein kann. Die Primärblätter sind fünflappig und nieren- oder kreisförmig, mit einer glänzend grasgrünen Oberseite und einer hell graugrünen Unterseite. Es sind meist 15 bis 29 Zähne vorhanden, die Lappen sind ungezähnt. Die Nebenblätter sind grünspitzig mit 4 bis 10 Zähnen. Der Stängel ist kurz aufsteigend bis aufrecht, mit großen 7- bis 9-lappigen Stängelblättern. Die Blüten sind grün bis gelbgrün und der Blütenstand locker. Blütezeit ist von Mai bis August, teilweise bis Oktober.
Frauenmantel war den germanischen Frauen heilig und der Göttin Freya geweiht. In christlichen Zeiten wurde das Kraut dann als Pflanze der Jungfrau Maria zum Symbol für alle Schutzsuchenden. Besonders heilkräftig ist die an den Marientagen gesammelte Pflanze.
Das Kraut ist das richtige Kraut für eine Kur in der letzten Zeit der Schwangerschaft. Etwa 3 bis 4 Wochen vor der Geburt soll damit begonnen werden, dann sind die Beckenorgane sanft gestärkt und auf die Geburt eingestimmt. Nachdem das Baby da ist, den Auszug weitertrinken, eventuelle kleine Risse und Verletzungen haben so die Chance, besser auszuheilen.
Mit der Blüte kann Wolle gelb gefärbt werden. Gibt man im Färbeprozess Eisensulfat hinzu, kann eine Grünfärbung erzielt werden.
Die Alchemisten haben den abgesonderten Wassertröpfchen (Guttationstropfen) Zauberkraft zugesprochen.
In der Küche kann man die Blüten als essbare Dekoration nehmen und die jungen Blätter bereichern roh oder gegart Gemüsegerichte.
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