Pfingstrose (Paeonia officinalis)

Giftig

Wirkung:

krampflösend, schmerzstillend, blutstillend

Anwendungsbereiche:

Fieber, Mundgeruch, Krampfasthma, Blutungen der Gebärmutter, Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe, Rheuma, Gicht, Epilepsie, Haut- und Schleimhautentzündungen, Myome, Abszesse, schmerzende Verletzungen, Kopfschmerzen, Anämie, Krämpfe, Nachtschweiß

Verwendete Pflanzenteile:

Blüten zur Teeverschönerung, Wurzeln, reife Samen

Sammelzeit:

Mai bis Juni und August bis September

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Paeonin, Stärke, Glykose, Fett, Gerbstoff, Zucker, Eiweiß, Schleim

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel Wurzel wird mit 1/4 Liter Wasser kalt zugestellt und zum Sieden erhitzt, danach abseihen. 1 Tasse pro Tag ist ausreichend, größere Mengen rufen Magenreizungen hervor.

Die Echte Pfingstrose ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Höhe von 40 bis 100 Zentimetern erreicht. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert und die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. Die großen, zwittrigen Blüten sind fünfteilig, besitzen gefärbte Kelchblätter und rote Kronblätter, die oval und größer als die Kelchblätter sind. Es gibt zahlreiche Staubblätter und einen fleischigen Diskus. Die Frucht ist eine bis zu 5 Zentimeter lange Balgfrucht, die häufig in einer Sammelbalgfrucht steht. Die Samen sind eiförmig bis ellipsoid und haben eine dünne, spröde Schale.

🛑 Bei Überdosierung kann es zu Erbrechen, Durchfällen und Krämpfen kommen!!! Nebenwirkungen sind nicht anzunehmen bei normaler Dosierung.

Die Kronblättern der Pfingstrose lassen sich super in Duftkissen verwenden und sie sind auch zur Herstellung von Parfum in Gebrauch.

Hildegard von Bingen: Die Pfingstrose hat gute Kraft und taugt gegen Fieber. Zerquetsche die Wurzel und lege mäßig davon in Wein und das trinke oft und es vertreibt Drei- und Viertages-Fieber. Wer viel Unrat auswirft und davon einen stinkenden Atem hat, der schneide Scheibchen von der Wurzel und koche sie in Wein und trinke davon, und es wird besser werden.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, H.Zell, CC BY-SA 3.0

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