Wirkung:
stärkend, appetitfördernd, blasenstärkend, schleimlösend, stuhlfördernd, fiebersenkend, wurmtreibend, antiseptisch
Anwendungsbereiche:
Lebererkrankungen, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, erschlaffte Unterleibsorgane von Mann und Frau, Magenprobleme, Magenverschleimung, nervösen Magen, Sodbrennen, Verstopfung, Lungenerkrankungen, Frostbeulen, schlecht heilende Geschwüre, bei Eiterbakterien, Anti-Tumor-Wirkung
Verwendete Pflanzenteile:
ganzes Kraut
Sammelzeit:
vor und während der Blütezeit
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Cnicin, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Schleim, Harze, Mineralsalze, Vitamin B1
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel Kraut wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen oder kalt zugestellt und erhitzt. 1 Tasse über den Tag verteilt ist ausreichend.
Benedikten-Weintee: 1/2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 1 Tasse heißem Wein überbrühen. Von dieser Wein-Tinktur nimmt man im Bedarfsfall 2-mal stündlich 5 Tropfen in Wasser ein.
Dieser Weintee hat sich eher durchgesetzt, da die Bitterstoffe so besser vertragen werden.
Das Benediktenkraut ist eine einjährige, distelähnliche Pflanze, die Höhen von 10 bis 60 Zentimetern erreicht. Der aufrechte Stängel ist spinnwebartig-zottig und drüsig behaart. Die bis zu 30 Zentimeter langen Laubblätter sind grün, zottig und zeigen eine auffällige weiße Aderung. Die Blattrosette besteht aus gestielten unteren und stängelumfassenden oberen Blättern. Die einzelstehenden, körbchenförmigen Blütenstände sind von grünen Hüllblättern umgeben und enthalten viele gelbe Röhrenblüten. Die Früchte sind gelbbraun, zylindrisch und haben einen zweireihigen Pappus. Die Blütezeit reicht von Hochsommer bis September.
🛑 Achtung: Bei Überdosierung kann Brechreiz und Durchfall erfolgen, es handelt sich ja um ein Bitterkraut. Bei Nierenentzündung ist die Benediktendistel überhaupt zu meiden!
Zum Festtag des heiligen Benedikt am 21. März, soll die alte Kultpflanze zur Tag- und Nachtgleiche in Beziehung stehen und an diesem Tag gesät werden.
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