Wirkung:
stoffwechselanregend, harntreibend, blutreinigend
Anwendungsbereiche:
Wunden, Verletzungen, bei Übersäuerung des Magens, Frauenleiden, bei Nierensteinen
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Sammelzeit:
das ganze Jahr über
Zu finden:
An Gräben und Bachufern zu finden.
Inhaltsstoffe:
Senfölglykoside, Vitamin C, Mineralstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 1 TL frisches Kraut mit 1/4 Liter Wasser übergießen und kurz ziehen lassen (5 bis 10 Minuten) oder 2 TL Samen zerkleinern und mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, das ganze aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Wenn man täglich bis zu 3 Tassen trinkt, wirkt es harntreibend.
Das Gewöhnliche Barbarakraut ist eine zweijährige oder selten ausdauernde Pflanze, die 30 bis 80 Zentimeter hoch wird. Im ersten Jahr wachsen die Blätter, gefolgt von den Blütenständen im Frühjahr. Der Stängel ist aufrecht und kantig, die Pflanze hat kahl oder spärlich behaarte oberirdische Teile. Die Blätter sind in Rosetten und wechselständig am Stängel angeordnet, wobei Grundblätter gestielt sind. Die Blätter haben mehrere Paare von Seitenlappen, einen herzförmigen Endlappen und sind in der Form eiförmig oder fast kreisförmig. Die Blütenstände sind traubig und enthalten viele Blüten ohne Tragblätter. Die Blüten sind vierzählig, mit gelben Kelch- und Kronblättern, und die Staubblätter sind gelb. Die Frucht ist ein Schote mit langen Griffeln und die Samen sind dunkel-braun, breit-eiförmig oder kugelig.
Das Barbarakraut hat seinen Namen nicht zu unrecht, am 04. Dezember ist es noch so saftig, dass es damals als Wundverband bei Verletzungen der Berg- oder Zimmerleute herhalten konnte. Sie ist der Schutzheiligen der Bergleute, der heiligen Barbara geweiht.
Die Blätter kann man als Salat verwenden und hat somit das ganze Jahr einen Vitaminspender. Da das Barbarakraut als blutreinigend und harntreibend gilt, könnte man auch eine Frühjahreskur durchführen.
In der Küche sind die jungen Blätter der Grundrosette am schmackhaftesten. Sie haben ein würzig-scharfes Aroma, ähnlich wie Kresse. Das frische Grün eignet sich für Salate, Pesto, Kräuterbutter, Quark und Smoothies. Die Blätter können auch wie Spinat gedünstet werden. Ihr intensives Aroma lässt sich durch kurzes Blanchieren in kochendem Wasser mildern. Im April können auch die Knospen und frischen Blüten verwendet werden. Gedünstet schmecken sie etwas nach Brokkoli. Während der Blütezeit sollte man die Blätter nicht sammeln, da sie bitter werden.
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